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Levonorgestrel (Vikela) - die “Pille danach”

levonorgestrelSeit 18.12.2009 ist Vikela® (Gerot Pharmazeutika) in Österreich, laut Bescheid des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen, für Frauen aller Altersgruppen rezeptfrei zu erhalten. Produkte anderer Firmen mit dem gleichen Wirkstoff bleiben bis auf weiteres jedoch rezeptpflichtig.

Kurzinformation

Präparat Vikela®

Wirkstoffgruppe Gestagen

Wirkmechanismus Der genaue Wirkmechanismus von Vikela ist nicht bekannt. Bei der verwendeten Dosierung dürfte Levonorgestrel die Ovulation unterbinden und dadurch eine Befruchtung verhindern, wenn der Geschlechtsverkehr kurz vor der Ovulation stattgefunden hat, also zu jenem Zeitpunkt, zu dem die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung am größten ist. Möglicherweise verhindert es auch die Nidation. Es wirkt jedoch nicht, wenn die Einnistung bereits begonnen hat.

Indikation Notfall-Kontrazeption innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder bei Versagen einer Verhütungsmethode

Nebenwirkungen Magen-Darm-Beschwerden, Brustspannung, Schmier- und Zwischenblutungen,

Interaktionen Leberenzyminduktoren beschleunigen den Metabolismus von Levonorgestrel

Dosierung Einmalig eine Tablette (1,5mg) so früh wie möglich (spätestens 72 Std. nach dem ungeschützten  Verkehr)

Zu beachten:

  • Eine reguläre Verhütungsmethode wird durch ein Notfallkontrazeptivum KEINESFALLS ersetzt
  • Eine bestehende Schwangerschaft kann durch die Einnahme von Vikela® NICHT abgebrochen werden
  • Ein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten ist durch die Anwendung von Vikela® NICHT gegeben
  • Eine Verhinderung der Schwangerschaft ist NICHT in jedem Fall gewährleistet
  • Eine Kontrolle durch einen Facharzt für Frauenheilkunde wird NACHDRÜCKLICH empfohlen
  • Die Gebrauchsinformation soll gelesen werden

Quellen

Jasek, Wolfgang; Austria-Codex Fachinformation, 61. Aufl., Bd. 1-4, Österr. Apotheker-Verl., Wien, 2009/2010.

Bescheid des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen, Wien, 18.12.2009.

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