Dronedaron (Multaq®)
Präparat Multaq®
Wirkstoffgruppe Antiarrhytmicum
Wirkmechanismus K-, Na- und Ca-Antagonist; nicht kompetitiver alpha- und beta-Blocker
Indikation Vorhofflimmern
Nebenwirkungen Übelkeit, Durchfall, Hautreaktionen, Bradykardie, QT-Verlängerung, Magen-Darm-Beschwerden
Interaktionen Vasodilatation und negative Inotropie an Koronarterien senken den Blutdruck und den myokardialen Sauerstoffverbrauch.
Kontraindikationen NHYA-III und NYHA-IV Patienten
Halbwertszeit 25 – 30 Stunden
Tagesdosis 2 x 400 mg
EU-Zulassung 26.11.2009
Klinische Studien ERATO-Studie (Efficacy and safety of dRonedArone for The cOntrol of ventricular rate during atrial fibrillation)
ADONIS-Studie (American-Australien-African trial with DronedarONe In atrial fibrillation or flutter patients for the maintenance of Sinus rhythm)
EURIDIS-Studie (EURopean trial In atrial fibrillation or flutter patients receiving Dronedarone for the maIntenance of Sinus rhythm)
Dronedaron kann bei nicht permanenten Vorhofflimmern verwendet werden. Es ist weniger lipophil als Amiodaron und wird rascher eliminiert. Es lässt sich nicht in das klassische Schema der Antiarrhytmika einordnen.
Tags: ADONIS-Studie, alpha- und beta-Blocker, Antiarrhytmicum, ERATO-Studie, EURIDIS-Studie, K-Antagonist, Na- und Ca-Antagonist, Vorhofflimmern






[...] Dronedaron (Multaq®) [...]
Seit der Zulassung von Multaq wurde über auffällige Leberfunktionstests und Leberschädigungen berichtet. In zwei Fällen trat ein akutes Leberversagen auf, das eine Transplantation erforderte.
Nach neuen Empfehlungen sollen vor dem Beginn der Behandlung mit Dronedaron Leberfunktionstests durchgeführt werden, danach monatliche Untersuchungen über einen Zeitraum von sechs Monaten und anschließend in periodischen Abständen.
Bei Symptomen, die auf eine mögliche Leberschädigung hinweisen (z.B. Auftreten von Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Unwohlsein, Ermüdung, Gelbsucht, dunkler Urin oder Juckreiz) ist sofort der Arzt zu kontaktieren.