Plattformen: Focus | News & Blog | Office | Advance | Academic

Methylnaltrexon (Relistor®)

methylnaltrexonPräparat Relistor®
Wirkstoffgruppe (Laxans)
Wirkmechanismus peripherer kompetitiver µ-Rezeptor-Antagonist
Indikation durch Opioide ausgelöste Obstipation (wenn andere Laxantien nicht ausreichen)
Nebenwirkungen Abdominale Schmerzen, Schwindel
Interaktionen
Kontraindikationen Nierenfunktionsstörungen, dialysepflichtige Patienten, schwere Lebererkrankungen, Ileus
Halbwertszeit 8 Stunden
Tagesdosis alle 2 Tage als subkutane Injektion (12 mg bei einem Körpergewicht von 60-120 kg)
EU-Zulassung 02.07.2008

Methylnaltrexon
Methylnaltrexon ist indiziert bei Verstopfungen, die durch Opioide verursacht werden. Aufgrund seiner Quartärnisierung wirkt Methylnaltrexon nicht zentral sondern blockiert lediglich die µ-Rezeptoren am Darm, ohne die schmerzstillende Wirkung von Opioid-Analgetika zu beeinträchtigen.

Tags: ,

2 Kommentare zu “Methylnaltrexon (Relistor®)”

  1. [...] Mifamurtid (Mepact®) Methylnaltrexon (Relistor®) [...]

  2. ehaas sagt:

    Laut Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (25.08.2010) wurden nach Markteinführung von Relistor® zehn medizinisch bestätigte Fälle von Darmperforation (Durchbruch des Darminhalts durch ein Loch oder einen Riss in der Wand des Darmes) berichtet.
    *Relistor® darf bei Patienten mit bekannten oder vermuteten Schädigungen des Magendarmtraktes nur mit Vorsicht angewandt werden.
    *Patienten, die Relistor® einnehmen, sollen Beschwerden im Bauchbereich unverzüglich ihrem Arzt mitteilen.

Artikel kommentieren