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SGLT2-Inhibitoren Canagliflozin und Dapagliflozin : Neue Diabetes-Therapeutika ?
30.08.2010, von kschweig Noch keine Kommentare

glukosetransport1Die Anzahl der Typ-2-Diabetiker nimmt ständig zu. Dies veranlasst die pharmazeutische Industrie, nach neuen Ansatzpunkten der Diabetesbehandlung zu forschen. Hierbei werden derzeit Arzneistoffe, die die SGLT-Proteine (Sodium dependent GLucose Transport) beeinflussen, klinisch getestet. Für die Rückresorption der Glukose im proximalen Tubulus der Nephrone zeichnen zwei Typen von Transporterfamilien verantwortlich: SGLT1- und SGLT2-Proteine. Während die SGLT1- Transporter, die für 10 % der Glukoserückresorption verantwortlich sind,  pro Molekül Glukose 2 Na-Ionen rückresorbieren,  transportieren die SGLT2-Transporter (90 %ige Rückresorptionsquote) Glukose und Na-Ionen im Verhältniss 1:1 (a. Abbildung). Die Diffusion der Glukose aus der Tubuluszelle in das Interstitium erfolgt durch die transmembranären Glukose (GLUT) -Transporter (s. Abb1). Entscheidend für die Entwicklung von spezifischen SGLT-2-Inhibitoren ist auch die Tatsache, dass die SGLT1-Transporter eine wesentlich höhere Affinität zur Glukose aufweisen als die SGLT2-Transporter.

glukosetransport21Wird nun durch SGTL2-Hemmer der renale natriumabhängige Glukosetransporter Typ 2 blockiert, so kommt es  zur erhöhten Glukoseauscheidung im Harn, wobei die Blutglukosewerte bis zu 30 mg/dl gesenkt werden. Die Hemmung des SGLT2-Proteins funktioniert unabhängig von der Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse, auch wenn diese kein Insulin mehr produziert. Ebenfalls unbeeinträchtigt bleibt die Wirkung der SGLT2-Transporter von einer etwaig bestehenden Insulinresistenz. Auch die Gefahr einer Hypoglykämie ist nicht gegeben, da die SGLT1-Transporter, die eine höhere Affinität zur Glukose aufweisen, von den SGLT2-Hemmern nicht beeinflusst werden: Es wird immer genügenden Glukose resorbiert. Durch die Nicht-Beeinflussung der SGLT1-Proteine ist auch die Gefahr der Störung des Elektolythaushaltes nicht gegeben. Ein weitere Vorteile durch die Hemmung der SGLT2-Proteine ist der  Kalorienverlust durch die erhöhte Ausscheidung von Glukose.

canaglifozin1dapagliflozinMomentan befinden sich 2  SGLT2-Inhibitoren in klinischen Studien: Dapagliflozin (Bristol-Myers Squibb) sowie Canagliflozin (Johnson&Johnson). Welche Auswirkungen eine längerwirkende Glukosurie haben wird, ist Gegenstand weiterer klinischer Untersuchungen. Bislang wurde eine häufigere Infektion des Urogenitaltraktes festgestellt als unter Plazebotherapie. Dies könnte mit dem erhöhten Glukosegehalt des Urins erklärt werden, der für das Wachstum von Mikroorganismen vorteilhaft ist.

Lit: http://www.diabetologe.de

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=5836

Medizin. Monatszeitschrift f. Pharmazeuten, Jhg.33, Heft 8, 280

Orthomolekulare Medizin - Chronische Schmerzen
02.08.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

Die gezielte Gabe von Mikronährstoffen, speziell der Eicosapentaensäure (EPA) und  Vitamin E, beeinflusst das Schmerzgeschehen (im Rahmen von rheumatischen und neurologischen Erkrankungen) positiv und ermöglicht in der Folge eine Reduktion der Dosierung von NSRAs (nicht steroidalen Antirheumatika).

Schmerz

Grundsätzlich dient der Schmerz dem Körper als ein Warnsignal, das anzeigt, wenn etwas nicht stimmt oder dass bestimmte Tätigkeiten, die dem Körper schaden, unterlassen werden sollten. Bei chronischen Schmerzen handelt es sich jedoch meist um ein quälendes Symptom, das viele Krankheiten begleitet und keinem informativen Zweck dient. Starke chronische Schmerzen können die Lebensqualität mindern, Depressionen auslösen und sich negativ auf das Immunsystem auswirken. » Weiterlesen …

Baldrianwurzel (Valeriana officinalis) - bei Einschlafstörungen und nervösen Befindlichkeitsstörungen
25.07.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

baldrianDer Baldrian ist eine große, aufrechte bis eineinhalbmeterhohe Pflanze mit gegenständigen, fiederschnittigen Blättern. Sowohl Monopräparate mit Baldrianextrakt als auch Kombinationen mit Extrakten aus Hopfenzapfen, Melissenblatt oder Passionsblumenkraut zeigen gute Wirksamkeit bei leichten bis mittelschweren Einschlaf- wie auch Durchschlafstörungen. Einen ausreichenden beruhigenden Einfluss hat der Baldrian jedoch nur bei höherer Dosierung. » Weiterlesen …

Apixaban (NN®) - zur Thromboembolieprophylaxe bei Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen
15.07.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

apixabanApixaban der Firma Pfizer befindet sich derzeit in Phase III der klinischen Prüfung und scheint zur Vermeidung venöser Thromboembolien nach Kniegelenksoperationen zweckmäßiger zu sein als Enoxaparin. » Weiterlesen …

Erhöhtes Allergierisiko durch langes ausschließliches Stillen???
07.07.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

Eine finnische Studie zeigte, dass die späte Einführung von fester Nahrung bei Babies mit einem erhöhten Sensibilisierungsrisiko gegen Nahrungs- und Inhalationsallergene assoziiert ist.

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Biologika (monoklonale Antikörper) - Nomenklatur
07.07.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

Die Nomenklatur von biotechnologisch hergestellten Medikamenten (Biologikals) folgt strengen Regeln und gibt schon im Namen Auskunft über Zielort bzw. Indikation und Herkunft. » Weiterlesen …

Folsäure - bei psychischen und neurologischen Störungen, sowie bei Homocysteinämie
04.07.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

folsaureFolsäure gehört zur Gruppe der B-Vitamine und findet in der orthomolekularen Medizin Anwendung bei Anämien, Bluthochdruck, Darmerkrankungen, Demenz, Diabetes mellitus, Psoriasis, in der Schwangerschaft und bei vielen weiteren Erkrankungen. Obwohl Folsäure von den Darmbakterien im Colon synthetisiert wird, können Folsäure-Hypovitaminosen durch Mangelernährung hervorgerufen werden. » Weiterlesen …

Kakaobohne (Theobroma cacao) - ein neuer Kandidat für Nahrungsergänzungen?
23.06.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

kakaoKakao-Extrakt wird aufgrund seines Gehaltes an Polyphenolen in Nahrungsergänzungen als Antioxidans, bei Altersbeschwerden und Herzkreislauferkrankungen angepriesen.

Der Kakaobaum kann bis zu 15 Meter erreichen und gehört zur Familie der Malvengewächse. Seine Früchte wurden seit mehr als 4000 Jahren als Nahrung verwendet. Der Name „Theobroma cacao” stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus „theos” = „Gott” und „broma” = „Speise”. Die Hauptanbaugebiete liegen in Brasilien, Elfenbeinküste, Malaysia, Ghana, Indonesien, Nigeria, Kamerun, Ecuador, Kolumbien, Dominikanische Republik und Mexiko. » Weiterlesen …

Otelixizumab – Antikörper statt Insulin
18.06.2010, von kschweig Noch keine Kommentare

chimarer-humaner-akAnwendung: Diabetes Typ 1
Der Typ-1-Diabetes entsteht durch einen Mangel am Hormon Insulin, wobei die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse (ß-Zellen, Beta-Zellen) durch Antikörper, zerstört werden. In der Regel beginnt diese Form des Diabetes bereits im Kinder- oder Jugendalter. Selten manifestiert sich diese autoimmune Ursache erst im späteren Alter. Bei der letztgenannten “Sonderform” eines Typ-1-Diabetes spricht man von einer sogenannten LADA-Form der Erkrankung (latent autoimmune diabetes of the adult). Im Vergleich zu Typ-2-Diabetes tritt die Typ-1-Form wesentlich seltener auf (etwa 1:10). In der Regel sind die Patienten normalgewichtig. Auch die familiäre Häufung ist gering. Sind beide Eltern Typ-1-Diabetiker, liegt das Risiko eines Kindes, ebenfalls zu erkranken, bei etwa 20 Prozent. Ist nur der Vater betroffen, beträgt das Risiko etwa fünf Prozent, im Falle der Mutter etwa 2,5 Prozent. Kinder von Typ-2-Diabetikern hingegen erkranken zu 40 Prozent an Typ-2-Diabetes; sind beide Elternteile erkrankt, zu 60 bis 70 Prozent. In Österreich sind derzeit rund 40.000 Personen an Typ-1-Diabetes erkrankt, etwa 500.000 an Diabetes mellitus Typ-2.
Das entscheidende Merkmal von Typ-1-Diabetes » Weiterlesen …

Neratinib - der nächste HER-2 Hemmer bei Brustkrebs
18.06.2010, von kschweig Noch keine Kommentare

neratinibAnwendung: Mammakarzinom
Neratinib entfaltet als Zytostatikum einen dualen Wirkungsmechanismus: Es fungiert als irreversibler Hemmer der HER-2 Rezeptor-Tyrosinkinase, indem es die Autophosphorylierung blockiert. So konnte bei in vitro Versuchen gezeigt werden, dass bei Behandlung von Zellen es zu einer Blockade des Zellzyklus kommt und zwar zu einem Stopp in der G1/S-Phase. Neben dieser Funktion inhibiert Neratinib ebenso die EGFR (epidermal growth factor receptor)-Kinase und damit Zellen, die auf diese Kinase essentiell angewiesen sind. HER-2 („human epidermal growth factor receptor 2) ist ein Oberflächenrezeptor, über den Signale von der Zelloberfläche an das Zellinnere und den Zellkern weitergeleitet werden. Während eine normale Zelle nur eine relativ geringe Menge an HER2-Rezeptoren besitzt, sind auf Tumorzellen zu viele solcher HER2-Rezeptoren vorhanden. Dadurch kommt es zu einer beschleunigten Zellteilungsrate bzw. einem beschleunigten und unkontrolliertem Tumorwachstum. Die vermehrte Bildung von HER-2 ist jedenfalls eine der Ursachen bei der Entstehung von Krebs und kommt bei etwa 20 bis 25 % der Brustkrebspatientinnen vor. Neratinib zeigt in Kombination » Weiterlesen …

Adipositas - Diabetes - koronare Herzkrankheit
16.06.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

Wie verschiedene Studien ergaben, erfüllt Adipositas sehr gut die Kriterien eines Risikofaktors für Diabetes und koronare Herzkrankheit.

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Melatonin (Melatonin GPH®) - hilft die Symptome bei Jet lag zu reduzieren
10.06.2010, von ehaas 1 Kommentar

melatonin1Das Produkt wurde von der Firma Gall Pharma in Zusammenhang mit der Health claims Verordnung auf den Markt gebracht. Laut Angaben der European Food Safety Authority reguliert Melatonin den Schlaf-Wach-Rhythmus, hilft Jet lag Symptome zu reduzieren, verkürzt die Einschlafzeit, erhöht die Schlafqualität und hilft einen natürlichen Schlaf nachzuahmen. » Weiterlesen …

Impfung gegen humane Papillomviren - ein Bericht von Dr. F. Hörandl
08.06.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

Mit der Verfügbarkeit einer Impfung gegen humane Papillomviren besteht die Möglichkeit, effektiv vor einer weitverbreiteten Krebsform zu schützen. Etwa 60 Millionen verabreichte Impfstoffdosen ohne schwere Nebenwirkungen bestätigen die Sicherheit dieser Impfung.

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Neisseria meningitidis Gruppen A-, C-, W135- Y (Menveo®) - konjugierter Vierfachimpfstoff gegen Meningokokken
08.06.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

Bei Menveo® handelt es sich um den ersten Konjugatimpfstoff, der gegen vier der fünf Bakterienhauptgruppen, die für die meisten bakteriellen Hirnhautentzündungen bei Jugendlichen und Erwachsenen verantwortlich sind, schützt. » Weiterlesen …

Lorcaserin (APD-356) - Zulassung bei der FDA zur Behandlung von Adipositas beantragt
02.06.2010, von ehaas 1 Kommentar

lorcaserinDa wegen der Marktrücknahmen von Rimonabant und Sibutramin im Augenblick nur Orlistat zur Behandlung von Adipositas zur Verfügung steht, gilt LORCASERIN als Hoffnungsträger für eine Gewichtsreduktion bei Patienten mit einem BMI>30. Für Lorcaserin wurde von Arena Pharmaceuticals bei der FDA die Zulassung eingereicht. » Weiterlesen …