Während Aloe, der eingetrocknete Zellsaft aus den Blättern verschiedener Aloe-Arten (A. barbadensis, A. ferox), eine dunkelbraune Färbung und eine stark abführende Wirkung hat, ist das Aloe-Gel farblos und wird aus den inneren, schwammigen Teilen der Blätter gewonnen. Aloe-Gel enthält keine Anthranoide und wirkt daher nicht abführend. » Weiterlesen …
ALOE-Gel (Aloe vera) – nicht zu verwechseln mit dem eingetrockneten Zellsaft aus den Blättern
15.08.2011, von ehaas Noch keine Kommentare
Nährstoff Akademie Salzburg – Herbst 2011
09.08.2011, von ehaas Noch keine Kommentare
Termine für Basisseminare und Spezialseminare finden Sie unter:
http://www.naehrstoff-akademie.com/de/veranstaltungen/veranstaltungen.php?navanchor=1010004
Boceprevir (Victrelis®) – neue Behandlungsmöglichkeit bei chronischer Hepatitis C
08.08.2011, von ehaas 1 Kommentar
Mit der Zulassung von Boceprevir in Europa durch die EMA gibt es nun seit Juli 2011 eine neue Therapie-Option für Patienten mit chronischer Hepatitis C, die bisher schwierig zu therapieren waren. » Weiterlesen …
Sativex ® , Spray zur Behandlung der Spastik bei MS-PatientInnen
04.08.2011, von kschweig Noch keine Kommentare

Präparat Sativex®
Wirkstoffgruppe Cannabinoide
Wirkmechanismus CB1- und CB2-Agonisten, Regulatoren exzitatorischer Neurotransmitter (Glutamat).
Anwendung Spray für die Mundhöhle
Indikation Spastik bei Multipler Sklerose
Nebenwirkungen psychische Störungen (Benommenheit, Aufmerksamkeitsstörungen, Somnolenz), Gleichgewichtsstörungen
Interaktionen gleichzeitige Gabe von sedierenden Arzneimitteln (Reduktion der Muskelkraft: Sturzgefahr)
Tagesdosis max. 12 Spühstöße : 1 Sprühstoß = 2,7 mg THC + 2,5 mg CBD.
EU-Zulassung 1. Juli 2011 (BRD)
Für sehr viele PatientInnen, die an Multipler Sklerose leiden, stellt die Spastik ein großes Problem dar. Hierbei kommt es zu einer intermittierenden oder anhaltenden schmerzhaften Erhöhung des Muskeltonus. Mit Sativex steht nun erstmals ein Cannabinoid zur Behandlung der Spastik bei diesen MS-PatientInnen angewendet werden darf, die auf andere Arzneimittel (Baclofen, Tizanidin) nicht ansprechen.
Literatur
http://www.thisislincolnshire.co.uk/Cannabis-based-MS-drug-rejected-NHS-Lincolnshire/story-12801496-detail/story.html
http://msj.sagepub.com/content/10/4/434
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/35804/Cannabis-Medikament_lindert_Spastizitaet_bei_multipler_Sklerose.htm
Pioglitazon (Actos®) – Hinweis auf Erhöhung des Risikos für Blasenkarzinom bei Männern?
21.07.2011, von ehaas 1 Kommentar
In Frankreich wurden Pioglitazon-hältige Arzneimittel (sie führen zu einer Verminderung der Insulinresistenz bei Typ-II-Diabetes) vom Markt genommen.
Grund der Marktrücknahme in Frankreich war eine umfassende französische Studie, die Hinweise ergab, dass das blutzuckersenkende Medikament zu einem leichten Anstieg des Blasenkarzinom-Risikos bei Männern führt. » Weiterlesen …
FINGOLIMOD, (Gilenya®)
18.07.2011, von kschweig Noch keine Kommentare
Präparat Gilenya®
Wirkstoffgruppe Immunsuppressivum
Wirkmechanismus S1P1-Modulator
Indikation Multiple Sklerose
Nebenwirkungen Herzrhythmusstörungen, Makulaödeme, Rücken- Kopfschmerzen
Interaktionen Komedikation mit CYP-3A4-Hemmstoffen (z.B.:Azol-Antimykotika),
Antiarrhytmika Klasse IA und III
Kontraindikationen Immungeschwächte PatientInnen mit schweren Infektionen
Halbwertszeit 6-9 Tage
Tagesdosis 0,5 mg per os
Bioverfügbarkeit 93 %
EU-Zulassung 17.3.2011
Ursache der Multiplen Sklerose (MS) sind fehlgeleitete Lymphozyten, die im Zentralnervensystem die Myelinscheide zerstören und so die typischen entzündlichen Prozesse auslösen. Fingolimod wird durch das Enzym Sphingosin-Kinase-2 zu Fingolimod-Phosphat metabolisiert. Fingolimod-Phosphat fungiert als S1P-Rezeptormodulator, als funktioneller Antagonist von S1P-Rezeptoren auf T-Lymphozyten. In der Folge wird der Rezeptor abgebaut: Dadurch werden die Lymphozyten daran gehindert, aus dem lymphatischen Gewebe ins Blut auszuwandern.
In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass Fingolimod bei schubförmig remittierender MS die Schubrate um 54 % mindert.
Wegen seiner Nebenwirkungen ist Fingolimod im EU-Raum nur zur Zweittherapie zugelassen.
Fingolimod zeigt strukturelle Ähnlichkeit mit dem natürlichen Wirkstoff Myriocin aus dem Pilz Isaria sinclairii. Myriocin ist ein Hemmstoff der Serin-Palmitoyl-Transferase, die beim ersten Schritt der Sphingosin-Biosynthese beteiligt ist. Sphingosin ist Bestandteil der Sphingolipide, die zu den Membranlipiden zählen.
Literatur
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/medicines/human/medicines/002202/human_med_001433.jsp&murl=menus/medicines/medicines.jsp&mid=WC0b01ac058001d124
Kappos, L. et al. New Engl. J. Med. 2010; 362: 387-401
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44406/Multiple_Sklerose_Fingolimod_auch_in_Europa_zugelassen.htm
Fidaxomicin
18.07.2011, von kschweig 1 Kommentar
Präparat Dificid® (USA)
Wirkstoffgruppe Makrolid-Antibioticum
Wirkmechanismus Bakterien-RNA-Polymerasehemmer
Indikation Clostridium-difficile-assozierte Diarrhö (CDAD)
Halbwertszeit 12 Stunden (± 5 Stunden)
EU-Zulassung eingereicht
Das oral applizierbare Makrolid-Antibiotikum Fidaxomicin zeigt eine 8 mal höhere Wirksamkeit bei Clostridium difficile Infektionen (CDI) als das Standardmedikament Vancomycin. Fidaxomicin wird enteral kaum resorbiert, wodurch die Toxizität vermindert wird. So wird die intestinale Flora weitgehend geschont. Wie Studien zeigen konnten, traten Rezidive unter Fidaxomicin signifikant seltener auf als unter Vancomycin.
Literatur
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44562/C_difficile_Neues_Antibiotikum_senkt_Rezidivrate.htm
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=37299
http://www.news-medical.net/news/20110203/1749/German.aspx
Bartlett, J.G.: Ann. Intern. Med.2006,145,758
Thomas J. Louie et al: Fidaxomicin versus Vancomycin for Clostridium difficile Infection. NEJM 2011; 364: 422-431
Pantothensäure (Vitamin B5) – bei Hautproblemen, Wundheilungsstörungen, Störungen des Fettstoffwechsels
14.07.2011, von ehaas Noch keine Kommentare
Pantothensäure wurde 1931 von Roger Williams als essentieller Wuchsstoff von Hefen entdeckt. Sie ist ein zu den B-Vitaminen gehörendes wasserlösliches Vitamin. Die biologisch aktive Form der Pantothensäure ist das Coenzym A, das durch eine Koppelung mit ATP und Cystein entsteht. In der Natur kommt nur das (R)-Enatiomer, die D(+)-Pantothensäure vor, während die (S)-Form keine Vitaminaktivität besitzt. » Weiterlesen …
Blasenleiden ?
09.07.2011, von kschweig Noch keine Kommentare
Überaktive Blase: das Bild einer Erkrankung im Wandel
EAU 2011 Die Symptomatik der überaktiven Blase (OAB) ist durchaus kein banales Geschehen. Neueste, im Rahmen des EAU-Kongresses 2011 diskutierte Forschungen zeigen ein differenziertes Bild einer multifaktoriellen Funktionsstörung. Mehr dazu bei Universimed weekly
Dabigatran-Etixilat (Pradaxa®)
09.07.2011, von kschweig 4 Kommentare
Präparat Pradaxa® , (Boehringer Ingelheim)
Wirkstoffgruppe Antikoagulans
Wirkmechanismus Thrombininhibitor (Faktor II – Inhibitor)
Indikation Vorbeugung von Blutgerinnseln in den Venen nach Knie- und Hüftgelenksersatzoperationen
Nebenwirkungen Blutungen
Interaktionen gleichzeitige Einnahme mit anderen Antikoagulantien; nichtsteroidale Antirheumatika; Cytochrom-P450-Induktoren (Wirkungsabschwächung- bzw. Verstärkung)
Kontraindikationen akute Blutungen, schwere Niereninsuffizienz,
Tagesdosis Initial: 110 mg; 2xtäglich 220 mg. (bis zu 35 Tage)
Halbwertszeit 12-14 Stunden
Bioverfügbarkeit 6,5 % nach peroraler Gabe
EU-Zulassung 18.3.2008
Das für die perorale Applikation geeignete Antikoagulans Dabigatran-Etixilat ist ein Prodrug (veresterte Carboxylgruppe, acylierte Carbamatgruppe), das mittels Esterasen in das pharmakologisch aktive Dabigatran metabolisiert wird.
Dabigatran hemmt den Blutgerinnungsfaktor Thrombin durch kompetitive Bindung, wodurch die Serinproteasen blockiert werden und so die Thrombin induzierte Thrombozytenaggregation verhindert wird. Die Wirkung von Dabigatran zeigt sich an freien als auch am fibringebundenen Thrombin.
Ein Gerinnungsmonitoring ist nicht erforderlich
Regadenoson (Rapiscan®) – zur Diagnose bei KHK
30.06.2011, von ehaas Noch keine Kommentare
Rapiscan ist ein selektiver koronarer Vasodilatator und seit September 2010 als pharmakologischer Stressauslöser zur Diagnose der Koronaren Herzkrankheit zugelassen. » Weiterlesen …
Orthomolekulare Medizin – Mikronährstoffe zur adjuvanten Behandlung von Diabetes
02.06.2011, von ehaas 3 Kommentare
Diabetes ist eine chronische Erkrankung, deren Hauptmerkmal ein hoher Blutzuckergehalt (Glukose) ist. Die Glukose kann nicht in die Zellen eintreten und als Energielieferant verwendet werden, da das Hormon Insulin ungenügend wirksam ist. Ein länger andauernder hoher Blutzuckergehalt wirkt schädigend. Da die Glukose für die Zellen nicht verfügbar ist und diese trotzdem mit Energie versorgt werden müssen, werden die Fettreserven mobilisiert. Im Blut zirkulieren in der Folge hohe Fettmengen, die zusammen mit der überschüssigen Glukose die Blutgefäße und Nerven schädigen, was über Jahre hinweg oft zu Erblindung, Nierenversagen oder Herzinfarkt führen kann. » Weiterlesen …
Seggauer Fortbildungstage 2011
02.06.2011, von ehaas Noch keine Kommentare
Termin: 8. bis 9. Oktober 2011
Ort: Schloss Seggau bei Leibnitz
Thema: Therapie von Allergien und des asthmatischen Formenkreises; Klinik und Medikation der Herz-Kreislauferkrankungen;
Das genaue Programm finden Sie unter: http://www.seggauerfortbildungstage.at/
Resveratrol – Anti Aging
12.05.2011, von ehaas Noch keine Kommentare
Resveratrol wird von der Pflanze zum Schutz gegen erhöhte Belastung von außen, wie Ozon, UV-Strahlung, Insekten- und Pilzbefall, Infektionen und Schadstoffbelastung gebildet und kommt vor allem in den roten und weißen Traubenschalen vor. Da der Rotwein im Gegensatz zu Weißwein gemeinsam mit der Schale vergoren wird, liegen im Rotwein 10 – 20-mal höhere Konzentrationen von Resveratrol als im Weißwein vor. » Weiterlesen …
Lasmiditan (NN®) – zur Behandlung akuter Migräneanfälle
14.04.2011, von ehaas 1 Kommentar
Bei Lasmiditan handelt es sich um einen neuen Serotoninrezeptoragonisten, der selektiv auf den Subtyp 5-HT1F wirkt und zur Akutbehandlung der Migräne entwickelt wurde. Der neue Wirkstoff befindet sich derzeit in Phase III der klinischen Prüfung. » Weiterlesen …





