Vor allem HIV infiziierte PatientInnen, die mit antiretroviralen Proteaseinhibitoren bzw. nicht nukleosidalen reverse Transkriptaseinhibitoren behandelt werden, leiden teilweise unter der ungünstigen Veränderung ihres Körperbildes. Dies ist auf das HIV-assoziierte Lipodystrophiesyndrom zurückzuführen. Erstmals hat nun die FDA mit Tesamorelin (Egrifta®) ein Arzneimittel zugelassen, welches zur Behandlung der Lipodystrophie geeignet scheint. Bei Tesamorelin handelt es sich um ein synthetisches Releasinghormon, mit dem der Hypothalamus das Wachstum in der Hypophyse steuert. Durch Einführung einer hydrophoben Aminosäurekette am N-Terminus des Somatoliberin wurde dessen Halbwertszeit verlängert.
Das Lipodystrophie-Syndrom – Fettumlagerungen im Körper – ist ein neues Stoffwechselsyndrom, » Weiterlesen …
Tesamorelin – wirksam bei HIV-assoziierter Lipodystrophie
21.12.2010, von kschweig Noch keine Kommentare
Methylnaltrexon (Relistor®)
08.03.2010, von kschweig 2 Kommentare
Präparat Relistor®
Wirkstoffgruppe (Laxans)
Wirkmechanismus peripherer kompetitiver µ-Rezeptor-Antagonist
Indikation durch Opioide ausgelöste Obstipation (wenn andere Laxantien nicht ausreichen)
Nebenwirkungen Abdominale Schmerzen, Schwindel
Interaktionen
Kontraindikationen Nierenfunktionsstörungen, dialysepflichtige Patienten, schwere Lebererkrankungen, Ileus
Halbwertszeit 8 Stunden
Tagesdosis alle 2 Tage als subkutane Injektion (12 mg bei einem Körpergewicht von 60-120 kg)
EU-Zulassung 02.07.2008
Methylnaltrexon
Methylnaltrexon ist indiziert bei Verstopfungen, die durch Opioide verursacht werden. Aufgrund seiner Quartärnisierung wirkt Methylnaltrexon nicht zentral sondern blockiert lediglich die µ-Rezeptoren am Darm, ohne die schmerzstillende Wirkung von Opioid-Analgetika zu beeinträchtigen.
Fosaprepitant ( Ivemend®)
07.03.2010, von kschweig 1 Kommentar
Präparat Ivemend®
Wirkstoffgruppe Antiemetikum
Wirkmechanismus Neurokinin-1-Rezeptorantagonist
Indikation Zur Vorbeugung bei Zytostatika induziertem Erbrechen
Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Schwindel, Schluckauf, Appetitlosigkeit, Müdigkeit
Interaktionen
Kontraindikationen in Kombination mit Pimozid, Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid
Halbwertszeit 9-13 Stunden
Tagesdosis Therapieschema lt. Fachinformation
Applikationsform Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
EU-Zulassung 11.01.2008
Klinische Studien
Ivemend wird vor Beginn der Chemotherapie intravenös appliziert. Es muss mit anderen Antiemetika, in Kombination mit einem Kortikosteroid, sowie 5HT3-Antagonisten verabreicht werden.
Inkretin-Mimetika (GLP-1-Analoga)
09.02.2010, von kschweig 2 Kommentare
Als Inkretin-Mimetika werden Arzneistoffe bezeichnet, die glukoseabhängig wie das natürlich vorkommende Inkretin-Hormon GLP-1 den Blutzuckerspiegel normalisieren. Derzeit werden folgende Arzneistoffe verwendet bzw. sind in klinischer Prüfung:
- GLP-1 (kann nur parenteral appliziert werden)
- Liraglutid
- Exenatid
Wird Glucose oral verabreicht, so ist die Insulin-Sekretion wesentlich höher als bei einer intravenösen Glucose-Infusion. Dieser Effekt wird als Inkretin-Effekt bezeichnet. Inkretine sind Darmhormone, die im Dünndarm gebildet werden und nach Nahrungsaufnahme ins Blut abgegeben werden, um schließlich aus den B-Zellen des Pankreas Insulin bedarfsgerecht freizusetzen. Bislang kennt man 2 „Inkretin-Hormone“:
- GIP Gastrisches inhibitorisches Peptid
- GLP-1 Glukagon-like-peptid » Weiterlesen …
Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM)
23.01.2010, von kschweig 4 Kommentare
Selektive Estrogenrezeptor-Modulatoren werden mit SERM abgeküzt. Sie lösen nur einen Teil der Estrogenwirkungen aus und unterdrücken andere Wirkungen der Estrogene. Je nach Zielgewebe besitzen sie Estrogen-agonistische- oder Estrogen-antagonistische Eigenschaften. Daher werden diese Arzneistoffe als Estrogenrezeptor-Modulatoren bezeichnet.
Da die einzelnen SERMs spezifische Wirkprofile besitzen, haben sie auch unterschiedliche Indikationsgebiete. Strukturmäßig handelt es sich bei den SERMs ausschließlich um nichtsteroidale Moleküle. » Weiterlesen …
Prasugrel (Efient®) – ein neuer Thrombozytenaggregationshemmer
11.01.2010, von ehaas 2 Kommentare
Mit Prasugrel kam im April 2009 nach Ticlopidin, das von Clopidogrel wegen der einmaligen Dosierung pro Tag, der besseren Verträglichkeit und geringeren hämatologischen Nebenwirkungen verdrängt wurde, ein weiterer Thrombozytenaggregationshemmer auf den Markt. » Weiterlesen …
Linagliptin – ein neuer DPP-4 Hemmer
29.12.2009, von kschweig 3 Kommentare
Anwendung: Typ-2 Diabetes
Mit der Entdeckung und der medikamentösen Beeinflussung des Inkretinsystems wurde in den letzten Jahren ein gänzlich neues Kapitel bei der Behandlung von Typ 2 Diabetes aufgeschlagen. Als Inkretine bezeichnet man Hormone, die bei Nahrungsaufnahme im Darm gebildet und freigesetzt werden und neben dem Blutzuckerspiegel auch noch eine Reihe anderer physiologischer Abläufe steuern. Auch wenn es schon früher Indizien für die Existenz dieses Systems gab, gelang es erst in den 60er Jahren eindeutig zu belegen, dass die Plasmainsulinspiegel bei oral verabreichter Glukose deutlich höher anstiegen, als wenn man die gleiche Menge intravenös appliziert (sog. Inkretineffekt). Die betreffenden Hormone, » Weiterlesen …
Orthomolekulare Medizin – eine Stärkung des Immunsystems verbessert den Schutz während der Erkältungszeit
23.10.2009, von ehaas 1 Kommentar
In der orthomolekularen Medizin liegt das Hauptaugenmerk darauf, das Immunsystem im Gleichgewicht zu halten und den Anforderungen entsprechend immer die korrekte Immunantwort zu erhalten. Erwünscht ist weder eine ungenügende Immunreaktion, die sich in Infektanfälligkeit und Immunschwäche ausdrückt, noch eine überschießende Immunantwort, deren Erscheinungsbild Überempfindlichkeit, Autoimmunerkrankungen und Entzündungen sind. » Weiterlesen …
Melatonin (Circadin®) – zur Verbesserung der Schlafqualität
17.07.2009, von ehaas 2 Kommentare
Circadin® ist ein verzögert wirkendes Melatoninpräparat, das als Schlafmittel für die kurzzeitige Behandlung der primären, durch schlechte Schlafqualität gekennzeichnete Schlafstörung bei Patienten über 55 Jahren zugelassen ist. Da retardiertes Melatonin keine Hang-Over-Symptome verursacht und kein Missbrauchspotenzial aufweist, stellt es eine interessante Alternative zu den herkömmlichen Einschlafmitteln dar. » Weiterlesen …
Pharmakogenetik
11.02.2009, von kschweig Noch keine Kommentare
Die Pharmakogenetik beschäftigt sich mit der Untersuchung über genetisch determinierte Variabilitäten der Azneimittelwirkung. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass sowohl einzelne Patienten als auch bestimmte Bevölkerungsgruppen unterschiedlich auf bestimmte Arzneimittel reagieren. » Weiterlesen …





