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Methylnaltrexon (Relistor®)
08.03.2010, von kschweig 1 Kommentar

methylnaltrexonPräparat Relistor®
Wirkstoffgruppe (Laxans)
Wirkmechanismus peripherer kompetitiver µ-Rezeptor-Antagonist
Indikation durch Opioide ausgelöste Obstipation (wenn andere Laxantien nicht ausreichen)
Nebenwirkungen Abdominale Schmerzen, Schwindel
Interaktionen
Kontraindikationen Nierenfunktionsstörungen, dialysepflichtige Patienten, schwere Lebererkrankungen, Ileus
Halbwertszeit 8 Stunden
Tagesdosis alle 2 Tage als subkutane Injektion (12 mg bei einem Körpergewicht von 60-120 kg)
EU-Zulassung 02.07.2008

Methylnaltrexon
Methylnaltrexon ist indiziert bei Verstopfungen, die durch Opioide verursacht werden. Aufgrund seiner Quartärnisierung wirkt Methylnaltrexon nicht zentral sondern blockiert lediglich die µ-Rezeptoren am Darm, ohne die schmerzstillende Wirkung von Opioid-Analgetika zu beeinträchtigen.

Fosaprepitant ( Ivemend®)
07.03.2010, von kschweig 1 Kommentar

fosaprepitantPräparat Ivemend®
Wirkstoffgruppe Antiemetikum
Wirkmechanismus Neurokinin-1-Rezeptorantagonist
Indikation Zur Vorbeugung bei Zytostatika induziertem Erbrechen
Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Schwindel, Schluckauf, Appetitlosigkeit, Müdigkeit
Interaktionen
Kontraindikationen in Kombination mit Pimozid, Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid
Halbwertszeit 9-13 Stunden
Tagesdosis Therapieschema lt. Fachinformation
Applikationsform Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
EU-Zulassung 11.01.2008
Klinische Studien

Ivemend wird vor Beginn der Chemotherapie intravenös appliziert. Es muss mit anderen Antiemetika, in Kombination mit einem Kortikosteroid, sowie 5HT3-Antagonisten verabreicht werden.

Neuzulassungen
02.03.2010, von kschweig Noch keine Kommentare

Hier finden Sie die neu registrierten Arzneimittel seit 2008 incl, Wirkstoffgruppe, Wirkmechanismus und Indikationsgebiet. Die Liste wird laufend ergänzt und aktualisiert.

TABELLE   NEUZULASSUNGEN

Bazedoxifen (Conbriza®)

Dronedaron (Multaq®)

Fosaprepitant ( Ivemend®)

Indacaterol (Onbrez Breezhaler®)

Lacosamid (Vimpat®)Lasofoxifen (Fablyn®)Liraglutid (Victoza®)

Melatonin (Circadin®) -    Methylnaltrexon (Relistor®) - Mifamurtid (Mepact®)

Prasugrel (Efient®)Prednison (Lodotra®)

Saxagliptin (Onglyza®)

Tocilizumab (RoActemra®)

Ulipristalacetat (Ellaone®)

Inkretin-Mimetika (GLP-1-Analoga)
09.02.2010, von kschweig 1 Kommentar

hm06b013-titel1Als Inkretin-Mimetika werden Arzneistoffe bezeichnet, die glukoseabhängig wie das natürlich vorkommende Inkretin-Hormon GLP-1 den Blutzuckerspiegel normalisieren. Derzeit werden folgende Arzneistoffe verwendet bzw. sind in klinischer Prüfung:

  • GLP-1  (kann nur parenteral appliziert werden)
  • Liraglutid
  • Exenatid

Wird Glucose oral verabreicht, so ist die Insulin-Sekretion wesentlich höher als bei einer intravenösen Glucose-Infusion. Dieser Effekt wird als Inkretin-Effekt bezeichnet. Inkretine sind Darmhormone, die im Dünndarm gebildet werden und nach Nahrungsaufnahme ins Blut abgegeben werden, um schließlich aus den B-Zellen des Pankreas Insulin bedarfsgerecht freizusetzen. Bislang kennt man 2 „Inkretin-Hormone“:

  • GIP    Gastrisches inhibitorisches Peptid
  • GLP-1    Glukagon-like-peptid » Weiterlesen …

Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM)
23.01.2010, von kschweig 4 Kommentare

Selektive Estrogenrezeptor-Modulatoren werden mit SERM abgeküzt. Sie lösen nur einen Teil der Estrogenwirkungen aus und unterdrücken andere Wirkungen der Estrogene. Je nach Zielgewebe besitzen sie Estrogen-agonistische- oder Estrogen-antagonistische Eigenschaften. Daher werden diese Arzneistoffe als Estrogenrezeptor-Modulatoren bezeichnet.
Da die einzelnen SERMs spezifische Wirkprofile besitzen, haben sie auch unterschiedliche Indikationsgebiete. Strukturmäßig handelt es sich bei den SERMs ausschließlich um nichtsteroidale Moleküle. » Weiterlesen …

Prasugrel (Efient®) - ein neuer Thrombozytenaggregationshemmer
11.01.2010, von ehaas Noch keine Kommentare

prasugrelMit Prasugrel kam im April 2009 nach Ticlopidin, das von Clopidogrel wegen der einmaligen Dosierung pro Tag, der besseren Verträglichkeit und geringeren hämatologischen Nebenwirkungen verdrängt wurde, ein weiterer Thrombozytenaggregationshemmer auf den Markt. » Weiterlesen …

Eribulin – ein Hoffnungsträger bei hochentwickeltem Brustkrebs
29.12.2009, von kschweig Noch keine Kommentare

Anwendung: Metastasierendes Mammacarcinom

eribulinDer Naturstoff Halichrondin B, ein großer Polyether, der von Meeresschwämmen produziert wird, zeigte sowohl in vitro als auch in vivo sehr Erfolg versprechende zytotoxische Wirksamkeit. Der große Nachteil war bzw. ist jedoch, dass Halichrondin nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Nachdem erste Studien mit Halichrondin B aber zeigten, dass dieser Naturstoff nicht nur hochwirksam ist sondern die Unterdrückung der Proliferation von Tumorzellen auch auf einem einzigartigen antimitotischen Wirkungsmechanismus beruht, sollte ein synthetischer Zugang entwickelt werden, der auch die Möglichkeit bot, die Auswirkungen struktureller Änderungen zu untersuchen. Tatsächlich gelang mit der Synthese von Eribulin mesylat, » Weiterlesen …

Linagliptin – ein neuer DPP-4 Hemmer
29.12.2009, von kschweig 1 Kommentar

Anwendung: Typ-2 Diabetes

linagliptinMit der Entdeckung und der medikamentösen Beeinflussung des Inkretinsystems wurde in den letzten Jahren ein gänzlich neues Kapitel bei der Behandlung von Typ 2 Diabetes aufgeschlagen. Als Inkretine bezeichnet man Hormone, die bei Nahrungsaufnahme im Darm gebildet und freigesetzt werden und neben dem Blutzuckerspiegel auch noch eine Reihe anderer physiologischer Abläufe steuern. Auch wenn es schon früher Indizien für die Existenz dieses Systems gab, gelang es erst in den 60er Jahren eindeutig zu belegen, dass die Plasmainsulinspiegel bei oral verabreichter Glukose deutlich höher anstiegen, als wenn man die gleiche Menge intravenös appliziert (sog. Inkretineffekt). Die betreffenden Hormone, » Weiterlesen …

Orthomolekulare Medizin - eine Stärkung des Immunsystems verbessert den Schutz während der Erkältungszeit
23.10.2009, von ehaas Noch keine Kommentare

In der orthomolekularen Medizin liegt das Hauptaugenmerk darauf, das Immunsystem im Gleichgewicht zu halten und den Anforderungen entsprechend immer die korrekte Immunantwort zu erhalten. Erwünscht ist weder eine ungenügende Immunreaktion, die sich in Infektanfälligkeit und Immunschwäche ausdrückt, noch eine überschießende Immunantwort, deren Erscheinungsbild Überempfindlichkeit, Autoimmunerkrankungen und Entzündungen sind. » Weiterlesen …

Melatonin (Circadin®) - zur Verbesserung der Schlafqualität
17.07.2009, von ehaas 2 Kommentare

melatoninCircadin® ist ein verzögert wirkendes Melatoninpräparat, das als Schlafmittel für die kurzzeitige Behandlung  der primären, durch schlechte Schlafqualität gekennzeichnete Schlafstörung bei Patienten über 55 Jahren zugelassen ist. Da retardiertes Melatonin keine Hang-Over-Symptome verursacht und kein Missbrauchspotenzial aufweist, stellt es eine interessante Alternative zu den herkömmlichen Einschlafmitteln dar. » Weiterlesen …

Pharmakogenetik
11.02.2009, von kschweig Noch keine Kommentare

Die Pharmakogenetik beschäftigt sich mit der Untersuchung über genetisch determinierte Variabilitäten der Azneimittelwirkung. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass sowohl einzelne Patienten als auch bestimmte Bevölkerungsgruppen unterschiedlich auf bestimmte Arzneimittel reagieren. » Weiterlesen …