Präparat Dificid® (USA)
Wirkstoffgruppe Makrolid-Antibioticum
Wirkmechanismus Bakterien-RNA-Polymerasehemmer
Indikation Clostridium-difficile-assozierte Diarrhö (CDAD)
Halbwertszeit 12 Stunden (± 5 Stunden)
EU-Zulassung eingereicht
Das oral applizierbare Makrolid-Antibiotikum Fidaxomicin zeigt eine 8 mal höhere Wirksamkeit bei Clostridium difficile Infektionen (CDI) als das Standardmedikament Vancomycin. Fidaxomicin wird enteral kaum resorbiert, wodurch die Toxizität vermindert wird. So wird die intestinale Flora weitgehend geschont. Wie Studien zeigen konnten, traten Rezidive unter Fidaxomicin signifikant seltener auf als unter Vancomycin.
Literatur
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44562/C_difficile_Neues_Antibiotikum_senkt_Rezidivrate.htm
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=37299
http://www.news-medical.net/news/20110203/1749/German.aspx
Bartlett, J.G.: Ann. Intern. Med.2006,145,758
Thomas J. Louie et al: Fidaxomicin versus Vancomycin for Clostridium difficile Infection. NEJM 2011; 364: 422-431
Tags: Bakterien-RNA-Polymerasehemmer, CDAD, CDI, Clostridium difficile Infektionen, Clostridium-difficile-assozierten Diarrhö, Dificid, Makrolid-Antibioticum |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Bei Lasmiditan handelt es sich um einen neuen Serotoninrezeptoragonisten, der selektiv auf den Subtyp 5-HT1F wirkt und zur Akutbehandlung der Migräne entwickelt wurde. Der neue Wirkstoff befindet sich derzeit in Phase III der klinischen Prüfung. » Weiterlesen …
Tags: Migräne, Serotonin-Rezeptor, Triptan |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Haupttodesursache in der westlichen Welt stellen die Herz-Kreislauferkrankungen mit dem akuten Koronarsyndrom (ACS), worunter man akute Durchblutungsstörungen der Koronararterien versteht, dar. Zum ACS zählen alle Formen des Myokardinfarkts sowie die instabile Angina pectoris. Zur Behandlung stehen hierfür neben operativen (Katheterintervention bzw./und Stentsetzung) auch medikamentöse Methoden zur Verfügung. Hierbei kommen Plättchenhemmstoffe, Antikoagulantien und Thrombolytika zum Einsatz. Als Antikoagulantien werden unfraktioniertes Heparin, das niedermolekulare Heparin Enoxaparin (Clexane®) sowie die synthetischen Präparate Fondaparinux (Arixtra®) und Bivalirudin (Angiomax ®) verwendet. Zur Thrombenauflösung haben sich Alteplase (Actilyse®), Reteplase (Rapilysin®) und Tenecteplase (Metalyse®) , die allesamt Plasminogen direkt aktivieren, bewährt. Daneben kann auch Streptokinase (Streptase®) als indirekter Plasminogenaktivator eingesetzt werden. Die Aggregationshemmer können in die COX-1-Hemmer (Acetylsalicylsäure), GPIIb/IIIa-Inhibitoren (Abciximab, Tirofiban, Eptifibatid) und die ADP-Rezeptor-Antagonisten (Clopidogrel, Plasugrel, Ticlopidin) differenziert werden. Die genannten ADP-Rezeptor-Antagonisten wirken durch irreversible Hemmung des P2Y 12 – Rezeptors, wobei die ADP-vermittelte Aktivierung der Thrombozyten unterbunden wird. In den USA steht mit Ticagrelor erstmals ein reversibler, oral applizierbarer P2Y 12-Hemmer kurz vor der Zulassung durch die FDA. Ticagrelor » Weiterlesen …
Tags: ACS, ADP-Rezeptor-Antagonisten, akuten Koronarsyndrom, Antikoagulantien, CPTP, Myokardinfarkts, P2Y 12 – Rezeptors, Plättchenhemmstoffe, Thrombolytika |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Die Anzahl der Typ-2-Diabetiker nimmt ständig zu. Dies veranlasst die pharmazeutische Industrie, nach neuen Ansatzpunkten der Diabetesbehandlung zu forschen. Hierbei werden derzeit Arzneistoffe, die die SGLT-Proteine (Sodium dependent GLucose Transport) beeinflussen, klinisch getestet. Für die Rückresorption der Glukose im proximalen Tubulus der Nephrone zeichnen zwei Typen von Transporterfamilien verantwortlich: SGLT1- und SGLT2-Proteine. Während die SGLT1- Transporter, die für 10 % der Glukoserückresorption verantwortlich sind, pro Molekül Glukose 2 Na-Ionen rückresorbieren, transportieren die SGLT2-Transporter (90 %ige Rückresorptionsquote) Glukose und Na-Ionen im Verhältniss 1:1 (a. Abbildung). Die Diffusion der Glukose aus der Tubuluszelle in das Interstitium erfolgt durch die transmembranären Glukose (GLUT) -Transporter (s. Abb1). Entscheidend für die Entwicklung von spezifischen SGLT-2-Inhibitoren ist auch die Tatsache, dass die SGLT1-Transporter eine wesentlich höhere Affinität zur Glukose aufweisen als die SGLT2-Transporter.
Wird nun durch SGTL2-Hemmer der renale natriumabhängige Glukosetransporter Typ 2 blockiert, so kommt es zur erhöhten Glukoseauscheidung im Harn, wobei die Blutglukosewerte bis zu 30 mg/dl gesenkt werden. Die Hemmung des SGLT2-Proteins funktioniert unabhängig von der Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse, auch wenn diese kein Insulin mehr produziert. Ebenfalls unbeeinträchtigt bleibt die Wirkung der SGLT2-Transporter von einer etwaig bestehenden Insulinresistenz. Auch die Gefahr einer Hypoglykämie ist nicht gegeben, da die SGLT1-Transporter, die eine höhere Affinität zur Glukose aufweisen, von den SGLT2-Hemmern nicht beeinflusst werden: Es wird immer genügenden Glukose resorbiert. Durch die Nicht-Beeinflussung der SGLT1-Proteine ist auch die Gefahr der Störung des Elektolythaushaltes nicht gegeben. Ein weitere Vorteile durch die Hemmung der SGLT2-Proteine ist der Kalorienverlust durch die erhöhte Ausscheidung von Glukose.

Momentan befinden sich 2 SGLT2-Inhibitoren in klinischen Studien: Dapagliflozin (Bristol-Myers Squibb) sowie Canagliflozin (Johnson&Johnson). Welche Auswirkungen eine längerwirkende Glukosurie haben wird, ist Gegenstand weiterer klinischer Untersuchungen. Bislang wurde eine häufigere Infektion des Urogenitaltraktes festgestellt als unter Plazebotherapie. Dies könnte mit dem erhöhten Glukosegehalt des Urins erklärt werden, der für das Wachstum von Mikroorganismen vorteilhaft ist.
Lit: http://www.diabetologe.de
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=5836
Medizin. Monatszeitschrift f. Pharmazeuten, Jhg.33, Heft 8, 280
Tags: Canagliflozin, Dapagliflozin, Diabetes mellitus, Glukosetransporter, SGLT-Proteine, SGLT1-Proteine, SGLT2-Blocker, SGLT2-Hemmer, SGLT2-Inhibitoren, Sodium dependent GLucose Transport, Typ-2-Diabetes |
Kategorien: Alle, Klinische Studien, Zukunftsorientierte Arzneistoffe, up2date
Apixaban der Firma Pfizer wurde zur Prophylaxe venöser Thromboembolien bei erwachsenen PatientInnen nach Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen von der EPAR im Mai zugelassen. Es wird peroral bioverfügbar (Tabletten, 2,5 mg). » Weiterlesen …
Tags: Antithrombotikum, Blutgerinnung, Faktor Xa-Inhibitor, Thromboseprophylaxe |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Anwendung: Diabetes Typ 1
Der Typ-1-Diabetes entsteht durch einen Mangel am Hormon Insulin, wobei die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse (ß-Zellen, Beta-Zellen) durch Antikörper, zerstört werden. In der Regel beginnt diese Form des Diabetes bereits im Kinder- oder Jugendalter. Selten manifestiert sich diese autoimmune Ursache erst im späteren Alter. Bei der letztgenannten “Sonderform” eines Typ-1-Diabetes spricht man von einer sogenannten LADA-Form der Erkrankung (latent autoimmune diabetes of the adult). Im Vergleich zu Typ-2-Diabetes tritt die Typ-1-Form wesentlich seltener auf (etwa 1:10). In der Regel sind die Patienten normalgewichtig. Auch die familiäre Häufung ist gering. Sind beide Eltern Typ-1-Diabetiker, liegt das Risiko eines Kindes, ebenfalls zu erkranken, bei etwa 20 Prozent. Ist nur der Vater betroffen, beträgt das Risiko etwa fünf Prozent, im Falle der Mutter etwa 2,5 Prozent. Kinder von Typ-2-Diabetikern hingegen erkranken zu 40 Prozent an Typ-2-Diabetes; sind beide Elternteile erkrankt, zu 60 bis 70 Prozent. In Österreich sind derzeit rund 40.000 Personen an Typ-1-Diabetes erkrankt, etwa 500.000 an Diabetes mellitus Typ-2.
Das entscheidende Merkmal von Typ-1-Diabetes » Weiterlesen …
Tags: Anti-CD3-Antikörper, Antidiabetika, chimärer/humaner Antikörper, Diabetes, Diabetes mellitus, Diabetes Typ 1, LADA-Form, latent autoimmune diabetes of the adult, Monoklonaler Antikörper, T-Helfer-1-Zellen |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Anwendung: Mammakarzinom
Neratinib entfaltet als Zytostatikum einen dualen Wirkungsmechanismus: Es fungiert als irreversibler Hemmer der HER-2 Rezeptor-Tyrosinkinase, indem es die Autophosphorylierung blockiert. So konnte bei in vitro Versuchen gezeigt werden, dass bei Behandlung von Zellen es zu einer Blockade des Zellzyklus kommt und zwar zu einem Stopp in der G1/S-Phase. Neben dieser Funktion inhibiert Neratinib ebenso die EGFR (epidermal growth factor receptor)-Kinase und damit Zellen, die auf diese Kinase essentiell angewiesen sind. HER-2 („human epidermal growth factor receptor 2) ist ein Oberflächenrezeptor, über den Signale von der Zelloberfläche an das Zellinnere und den Zellkern weitergeleitet werden. Während eine normale Zelle nur eine relativ geringe Menge an HER2-Rezeptoren besitzt, sind auf Tumorzellen zu viele solcher HER2-Rezeptoren vorhanden. Dadurch kommt es zu einer beschleunigten Zellteilungsrate bzw. einem beschleunigten und unkontrolliertem Tumorwachstum. Die vermehrte Bildung von HER-2 ist jedenfalls eine der Ursachen bei der Entstehung von Krebs und kommt bei etwa 20 bis 25 % der Brustkrebspatientinnen vor. Neratinib zeigt in Kombination » Weiterlesen …
Tags: Brustkrebs, EGFR-Hemmer, EGFR-Kinase-Inhibitor, HER-2 Rezeptor-Tyrosinkinase-Blocker, HER-2-Hemmer, Mammakarzinom |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Da wegen der Marktrücknahmen von Rimonabant und Sibutramin im Augenblick nur Orlistat zur Behandlung von Adipositas zur Verfügung steht, gilt LORCASERIN als Hoffnungsträger für eine Gewichtsreduktion bei Patienten mit einem BMI>30. Für Lorcaserin wurde von Arena Pharmaceuticals bei der FDA die Zulassung eingereicht. » Weiterlesen …
Tags: Adipositas, BMI, Gewichtsreduktion, GLP-1, Serotonin-Rezeptor, über, Übergewicht |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Anwendung: Epilepsie
Man geht davon aus, dass etwa 5% aller Menschen zumindest einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall erleben. Sollten jedoch wiederholt Anfälle auftreten, spricht man von der chronischen Anfallserkrankung oder Epilepsie, wovon etwa 1% der Bevölkerung betroffen ist. Damit stellt Epilepsie die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems dar. Epileptische Anfälle werden durch eine plötzliche extreme Aktivitätssteigerung der Nervenzellen im Gehirn hervorgerufen. Dadurch kommt es zu einer vorübergehenden Funktionsstörung des Gehirns. Epilepsie stellt allerdings einen Oberbegriff von verschiedenen anfallsartig verlaufenden, chronisch rezidivierenden Krankheiten dar, die auf einer Übererregbarkeit zentraler Neurone und damit einer Erniedrigung der Krampfschwelle beruhen und mit abnormen motorischen Reaktionen und/oder Bewusstseinsstörungen bzw. Bewusstseinsverlust sowie teilweise auch verstärkten vegetativen Reaktionen einhergehen. Es ist zwar so, dass Epilepsien in jedem Alter auftreten können, in der Regel tritt allerdings die Erstmanifestation zu 50 % noch vor dem 10. Lebensjahr auf.
Zu den therapeutisch wichtigsten Möglichkeiten die Epilepsie symptomatisch zu behandeln, gehört neben der Beeinflussung spannungsabhängiger Natrium-Kanäle der Eingriff in das GABAerge System. » Weiterlesen …
Tags: Antiepileptikum, Antikonvulsivum, Epilepsie, Epilepsiepatienten, GABAerge System, gamma-Aminobuttersäure, KCNQ Kanal-Aktivator, KCNQ Kanäle, RESTORE-2-Studie |
Kategorien: Alle, Klinische Studien, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Anwendung: Friedreichsche Ataxie
Morbus Duchenne
Lebersche hereditäre Optikusneuropathie
MELAS-Syndrom
Der neue Wirkstoff Idebenone (Catena®) wurde von der Firma Santhera Pharmaceuticals, ein auf neuromuskuläre Erkrankungen spezialisiertes Schweizer Pharmaunternehmen, entwickelt. Idebenone (Catena®) ist ein synthetisch hergestellter Abkömmling des Coenzyms Q10 und wird derzeit auf dessen Wirkung gegen eine Reihe seltener neuromuskulärer Erkrankungen geprüft. So beispielsweise gegen die Friedreichsche Ataxie, eine genetisch bedingte und fortschreitende neurologische Erkrankung, die erstmals 1881 vom deutschen Neurologen Nicolas Friedreich beschriebenwurde. Sie tritt in Europa in einer Häufigkeit von 1:50.000 auf, wobei etwa jeder 50. bis 60. Mensch Anlageträger ist. Die Erkrankung beginnt » Weiterlesen …
Tags: Coenzyms Q10, erbliche Muskeldystrophie, Friedreichsche Ataxie, Idebenone, Lebersche hereditäre Optikusneuropathie, MELAS-Syndrom, Morbus Duchenne, neuromuskulärer Erkrankungen, oxidativer Stress |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Anwendung: Chronische Hepatitis C
Weltweit sind derzeit ca. 200 Millionen Menschen chronisch mit dem Hepatitis C Virus infiziert. Die Antikörperprävalenz in der Allgemeinbevölkerung in Mitteleuropa beträgt ca. 0.5 %, ein europäischer Spitzenwert ist beispielsweise in Süditalien mit bis zu 13 % anzutreffen. Die Übertragung erfolgt praktisch ausschließlich durch Blut. Der weitaus häufigste Übertragungsweg ist hierbei der intravenöse Drogenabusus via Spritzen und Nadeln und auch durch Zubehör wie Kocher und Filter. Vereinzelt sind auch Fälle von nosokomialen Hepatitis C Infektionen durch infektiöses medizinisches Personal beschrieben. Die sexuelle Übertragung ist bei Hepatitis C eher selten, ein Schutz bei Geschlechtsverkehr mit Risikogruppen (Drogenabhängige, Homosexuelle, Prostituierte etc.) ist allerdings angezeigt. Die Übertragung durch Blutprodukte kann auf Grund der hohen Sicherheitsstandards heute praktisch ausgeschlossen werden. Die Hepatitis C Infektion zeigt jedenfalls eine hohe (>80%) Tendenz zur Chronifizierung, wobei sich bei rund 20 % der chronisch Infizierten als Spätkomplikation eine Leberzirrhose entwickelt. Diese Patienten tragen weiters ein hohes Risiko, ein Leberzellkarzinom zu entwickeln. Der Therapiestandard bei Patienten mit chronischer Hepatitis C besteht aus Ribavirin und pegyliertem Interferon (peg-IFN), wobei sich die Dauer der Therapie nach dem Genotyp des Hepatitis-C-Virus (HCV) und dem Ansprechen nach 12 und 24 Wochen Behandlung richtet. » Weiterlesen …
Tags: ADVANCE-Studie, Chronische Hepatitis C, Drogenabusus, Hepatitis C Infektion, ILLUMINATE-Studie, Leberzirrhose, Proteasehemmer, REALIZE-Studie |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Anwendung: Nonsense-Mutations-bedingte Cystischer Fibrose (nmCF), Duchenne/Becker Muskeldystrophie (nmDBMD) oder Hämophilie A oder B (nmHA/B)
Prous’ Wahl des „Molekül des Monats Februar 2010“ fiel auf einen Wirkstoff, der eine bislang einzigartige therapeutische Wirkung entfaltet. Ataluren soll die fatalen Auswirkungen sogenannter nonsense-Mutationen „rückgängig“ machen können ohne im Sinne einer Gentherapie zu wirken.
In einer gesunden intakten Zelle erfolgt an den Ribosomen die Proteinsynthese indem die Information der mRNA zum Bau von funktionsfähigen Proteinen übersetzt wird. Dieser Vorgang wird als Translation bezeichnet und läuft solange ab, bis durch ein Stop-Codon der Abbruch der Translation und damit ein Stop der Proteinbiosynthese erfolgt. In bestimmten Fällen können aber auch durch sogenannte nonsense-Mutationen vorzeitige Abbrüche der Proteinsynthese ausgelöst werden. Die Konsequenz ist dann, » Weiterlesen …
Tags: CFTR, Cystische Fibrose, Duchenne/Becker Muskeldystrophie (nmDBMD), Dystrophin, Erberkrankungen, Hämophilie A, Morbus Duchenne, nonsense-Mutation, Nonsense-Mutations-bedingte Cystischer Fibrose (nmCF), PTC124, Stop-Codon |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Neramexane, eine neue Substanz aus der Merz-Forschung, steht in klinischer Erprobung für die Behandlung von subjektivem Tinnitus. Es laufen zurzeit drei internationale Phase-III-Studien mit rund 1200 Patienten, deren Ergebnisse mit Ende 2010 erwartet werden. » Weiterlesen …
Tags: nAChR-Antagonist, NMDA-Antagonist, Otologicum, Tinnitus |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Anwendung: Osteoporose, Knochenmetastasenprophylaxe bei Brust- und Prostatakrebs; Kathepsin-K-Inhibitor
Wenn Brustkrebszellen durch die Lymphgefäße oder über das Blut in andere Organe wandern und sich dort vermehren, bilden sich Metastasen. Brustkrebszellen können sich in fast allen Organen im Körper vermehren. Besonders häufig findet man sie im Skelett. Der Grund liegt darin, dass Knochen sehr gut durchblutet sind und eben deshalb einzelne Tumorzellen sehr leicht dorthin gelangen können. Zudem ist das Mikromilieu, also beispielsweise das Angebot an Nährstoffen im Knochen, ein fruchtbarer Boden für das Wachstum menschlicher Krebszellen. Am häufigsten werden die Wirbelkörper befallen, dann in absteigender Häufigkeit Oberschenkelknochen, Becken, Rippen, Brustbein, Schädel und Oberarmknochen.
Zu den häufigsten Symptomen von Knochenmetastasen gehören Schmerzen. Die Krebszellen verändern die Struktur des Knochens und beeinträchtigen seine Stabilität, so dass die Gefahr von Brüchen deutlich steigt. Breiten sich Metastasen im Bereich der Wirbelsäule aus, können sie auch das Rückenmark beschädigen und zu Lähmungen führen. Auch für Prostatakrebs-Patienten ist das Risiko, an Knochenmetastasen zu erkranken, groß. Etwa 20% der Betroffenen haben bereits zum Zeitpunkt der Erstdiagnose Metastasen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium erhöht sich die Zahl auf rund 70%. Tatsächlich zeigten Studien, dass Metastasen die wichtigste Todesursache von Betroffenen mit Prostatakrebs sind. Ein Weg, der Knochenmetastasierung vorzubeugen liegt künftig möglicherweise in der Hemmung des Enzyms Kathepsin-K. Der neue Wirkstoff Odanacatib blockiert » Weiterlesen …
Tags: Brustkrebs, Deoxypyridinolin, Kathepsin-K, Kathepsin-K-Inhibitor, Knochenmetastasenprophylaxe, N-Telopeptid-Werts, Osteoporose, Osteoporotikum, Prostatakrebs, Zytostatikum |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe
Anwendung: Brust-, Eierstock- und Prostatakarzinom
Etwa jede zehnte Frau in den Industrieländern ist von Brustkrebs betroffen. In etwa 5 bis 10% aller Fälle von Brustkrebs liegt ein Defekt der Gene BRCA-1 oder BRCA-2 der Krebserkrankung zu Grunde. Frauen, die Trägerinnen eines mutierten BRCA-1 oder BRCA-2 Gens sind, erkranken mit etwa 80%iger Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs. Eine Mutation in diesen Genen führt außerdem zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, an Eierstockkrebs zu erkranken. Nach Entdeckung der Gene BRCA-1 und BRCA-2 war zunächst die Hoffnung auf neue, zielgerichtete Therapien groß, was sich allerdings bislang leider nicht realisieren ließ. Frauen mit mutierten BRCA-1 bzw. BRCA-2-Genen stellen sich daher oft vor die tragische Entscheidung gestellt, ob sie sich Brüste oder Eierstöcke operativ entfernen lassen sollen, um dem Krebs zuvorzukommen. Ein innovativer Ansatz zielt auf das Enzym PARP-1 (Polyadenosine 5’-diphosphoribose Polymerase). Dieses Enzym repariert normalerweise DNA-Einzelstrangbrüche, die durchaus häufig vorkommen. Nicht reparierte » Weiterlesen …
Tags: BRCA-1-Gen, BRCA-2-Gen, Eierstock- und Prostatakarzinom, metastasierender Brustkrebs, Ovarialkarzinom, PARP-1 Blocker, PARP-1-Enzym, Zytostatikum |
Kategorien: Alle, Zukunftsorientierte Arzneistoffe