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	<title>News &#38; Blog - PharmXplorer Focus</title>
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	<description>Informationen zu Neuentwicklungen auf dem Arzneistoffsektor</description>
	<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 19:41:57 +0000</pubDate>
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		<title>Kreatin - wichtig für den Energiestoffwechsel von Zellen mit hohem fluktuierendem Energiebedarf</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 19:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehaas</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Orthomolekulare Medizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Kreatin (Creatin, N-Amidinosarkosin) wird hauptsächlich in der Sportmedizin zur Leistungssteigerung eingesetzt, wobei wegen der vermehrten Wassereinlagerung in die Muskelzelle, auf eine ausreichende Zufuhr von Wasser (2-3 l/Tag) geachtet werden muss. Eine Erhöhung der muskulären KrP-Speicher (Kreatin-Loading) verzögert den ATP-Abbau bei kurzen, repetitiven Belastungen mit maximaler Intensität. Leistungssteigerungen sind beim Sprint, Schwimmen oder Rudern zu erwarten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kreatin (Creatin, N-Amidinosarkosin) wird hauptsächlich in der Sportmedizin zur Leistungssteigerung eingesetzt, wobei wegen der vermehrten Wassereinlagerung in die Muskelzelle, auf eine ausreichende Zufuhr von Wasser (2-3 l/Tag) geachtet werden muss. Eine Erhöhung der muskulären KrP-Speicher (Kreatin-Loading) verzögert den ATP-Abbau bei kurzen, repetitiven Belastungen mit maximaler Intensität. Leistungssteigerungen sind beim Sprint, Schwimmen oder Rudern zu erwarten, weniger bei den Ausdauersportarten. Bei Produkten unklarer Herkunft ist unter Umständen mit Verunreinigungen durch anabol-androgene Steroide zu rechnen. Die Tagesdosis sollte in 2 Einzelgaben aufgeteilt werden (1. Gabe ca. 30-45 Min vor dem Training). Um Verletzungen vorzubeugen, sollten regelmäßig Einnahmepausen eingehalten werden.<span id="more-1481"></span></p>
<h3>Vorkommen</h3>
<p>Kreatin kommt als natürlicher Nährstoff hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln vor: Hering (6-10g/100g), Lachs (4,5g/100g), Thunfisch (4-6,5g/100g), Kabeljau (3g/100g), Seezunge, Scholle, Garnele, Schweinefleisch (5g/100g), Rindfleisch (4,5-5g/100g), Milch (0,1/100g), (Preiselbeeren).</p>
<p>Körperliche Aktivität und die gleichzeitige Einnahme von schnell resorbierbaren Kohlenhydraten (z.B. Maltodextrine) erhöhen die Aufnahme von Kreatin in die Skelettmuskulatur.</p>
<h3>Bedarf</h3>
<p>1 g</p>
<p>Ein Erwachsener von 70kg KG verliert pro Tag etwa 2g Kreatin in Form von Kreatinin über die Niere. Diese Menge wird täglich zu gleichen Teilen über die Nahrung und die körpereigene Biosynthese ersetzt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Als Supplement bei Sportlern</span>: 20g/Tag für 5-6 Tage oder 3g für 28 Tage<br />
<span style="text-decoration: underline;">Erhaltungsdosis:</span> 2-5g/Tag</p>
<h3>Wirkung</h3>
<p>Kreatin wird aus den Aminosäuren Arginin und Glycin vor allem im proximalen Tubulus der Niere und im Pankreas synthetisiert. Es entstehen Ornithin und Guanidinacetat. Letzteres wird nach seinem Transport in die Leber zu Kreatin methyliert, mit Methionin in Form von S-Adenosylmethionin als Methylgruppendonator. Über den Blutkreislauf wird es in die Gewebe verteilt, wobei sich die größte Menge (1/3 in freier Form und 2/3 als KrP) im Muskel befindet.</p>
<p><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/kreatin-stoffwechsel.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1481" title="kreatin-stoffwechsel"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1482" title="kreatin-stoffwechsel" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/kreatin-stoffwechsel-450x312.jpg" alt="kreatin-stoffwechsel" width="638" height="445" /></a></p>
<p>Kreatin spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel von Zellen mit hohem Energiebedarf (Skelett- und Herzmuskulatur, ZNS, Spermien) und dient der schnellen, kurzfristigen Regenerierung von ATP durch Übertragung des Phospatrestes von KrP auf ADP. Katalysiert wird dieser Vorgang durch die Mg-abhängige Kreatinkinase. Die Erregung von Nerven- und Muskelzellen und die damit verbundene Regulierung des aktiven Ionentransportes (Mg, Ca, Na, K) sind an die Verfügbarkeit von ATP geknüpft. Der ATP-Gehalt der Muskulatur ist begrenzt und muss daher über KrP regeneriert werden. Diese Form der Energiebereitstellung benötigt keinen Sauerstoff und läuft ohne die Bildung von Lactat ab, im Gegensatz zur Energiegewinnung aus Glucose durch anaerobe Glykolyse.</p>
<h3>Mangel</h3>
<p>Ein Mangel kann durch schwere körperliche Arbeit, Stress, Kraftsport, Ernährung (fleisch- und fischarme Ernährung, Vegetarier), verschiedene Erkrankungen (GAMT-Mangel, ALS, Duchenne&#8217;sche Muskeldystrophie) hervorgerufen werden.</p>
<p>Mögliche Folgen sind:</p>
<ul type="disc">
<li>Störungen des mitochondrialen und kardialen Energiestoffwechsels,</li>
<li>Müdigkeit, Muskelschwäche, Muskelatrophie,</li>
<li>erhöhte Stressanfälligkeit und verminderte Regenerationsfähigkeit;</li>
</ul>
<h3>Unerwünschte Wirkungen / Toxizität</h3>
<p>Bei langfristiger Einnahme sind Nierenschäden nicht auszuschließen. Es kann zu sinkender Kr-Biosynthese und zu steigendem Körpergewicht durch Wassereinlagerung kommen.</p>
<p>Durch den erhöhten Druck in den Zellen steigt überdies das Verletzungsrisiko an. Auch Muskelkrämpfe und Durchfall können nach der Einnahme von Kreatin auftreten.</p>
<p>Durch scharfes Erhitzen Kreatin-haltiger Nahrungsmittel kann es zur Bildung von aromatischen Kohlenwasserstoffen und heterocyklischen Aminen kommen, die Brust-, Darm-, und Prostatakrebs erzeugen können.</p>
<h3>Interaktionen</h3>
<p>Maltodextrine (schnell resorbierbare Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index) erhöhen Kr-Resorption.</p>
<p>Coffein verringert den ergogenen Effekt von KrP.</p>
<p>Magnesium kann durch Kreatin entstehende Muskelkrämpfe reduzieren.</p>
<h3>Quellen</h3>
<p>Gröber, Uwe; Orthomolekulare Medizin, 2.Aufl., Wiss. Verlagsges., Stuttgart, 2002.</p>
<p>Nelson, David; Cox, Michael; Lehninger Biochemie, 3., vollständ. überarb. u. erweit. Aufl., Springer, Berlin, u.a., 2001.</p>
<p>Biesalski, Hans Konrad; et al.; Ernährungsmedizin, 3., erweit. Aufl., Georg Thieme Verlag, Stuttgart, u.a., 2004.</p>
<p>Hoffmann, U., Med. Monatsschrift f. Pharmazeuten, 23, 7, (2000).</p>
<p>Schek, Alexandra; Nahrungsergänzungen für Kraftsportler unter der Lupe, DAZ, Jg. 02, Ausg. 31, (01-08-2002) (http://www.deutscher-apotheker-verlag.de/DAZ/).</p>
<p>Sugimura T, Toxicology 2002 Dec 27; 181-182:17-21. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?DB=pubmed).</p>
<p>DAZ, Vitalstoffe im Sport - Wohlüberlegt einsetzten, Arzneimittel und Doping - Erhöhte Aufmerksamkeit ist angebracht Bericht Interpharm 2003, (30-03-2003), (http://www.deutscher-apotheker-verlag.de/DAZ/).</p>
<p>Schottdorf-Timm, Christine; Maier, Volker; Laborwerte, Gesundheit in Zahlen, Gräfe und Unzer Verl., München, 1997.</p>
<p>Vandenberghe K, Gillis N, Leemputte M, et al. Caffeine counteracts the ergogenic action of muscle creatine loading, J Appl Physiol 1996;80452-7. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed).</p>
<p>U. Gröber, Kreatin, der &#8220;Muskelenergator&#8221; - Nutzen für Spitzensportler und bei neuromuskulären Erkrankungen, DAZ 01/48, S. 54, (29-11-2001). (http://www.deutscher-apotheker-verlag.de/DAZ/).</p>
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		<item>
		<title>Methylnaltrexon (Relistor®)</title>
		<link>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/methylnaltrexon-relistor%c2%ae/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 18:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kschweig</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alle]]></category>

		<category><![CDATA[Neue Arzneistoffe]]></category>

		<category><![CDATA[PharmXplorer News]]></category>

		<category><![CDATA[Laxans]]></category>

		<category><![CDATA[µ-Rezeptor-Antagonist]]></category>

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		<description><![CDATA[Präparat  Relistor®
Wirkstoffgruppe (Laxans)
Wirkmechanismus peripherer kompetitiver µ-Rezeptor-Antagonist
Indikation durch Opioide ausgelöste Obstipation (wenn andere Laxantien nicht ausreichen)
Nebenwirkungen Abdominale Schmerzen, Schwindel
Interaktionen
Kontraindikationen Nierenfunktionsstörungen, dialysepflichtige Patienten, schwere Lebererkrankungen, Ileus
Halbwertszeit 8 Stunden
Tagesdosis  alle 2 Tage als subkutane Injektion (12 mg bei einem Körpergewicht von 60-120 kg)
EU-Zulassung 02.07.2008
Methylnaltrexon
Methylnaltrexon ist indiziert bei Verstopfungen, die durch Opioide verursacht werden. Aufgrund seiner Quartärnisierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/methylnaltrexon.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1471" title="methylnaltrexon"><img class="alignright size-medium wp-image-1472" title="methylnaltrexon" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/methylnaltrexon-450x323.jpg" alt="methylnaltrexon" width="216" height="155" /></a>Präparat </strong></span> Relistor®<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Wirkstoffgruppe</strong></span> (Laxans)<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Wirkmechanismus</strong></span> peripherer kompetitiver µ-Rezeptor-Antagonist<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Indikation</strong></span> durch Opioide ausgelöste Obstipation (wenn andere Laxantien nicht ausreichen)<br />
<strong><span style="text-decoration: underline;">Nebenwirkungen</span></strong> Abdominale Schmerzen, Schwindel<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Interaktionen</strong></span><br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Kontraindikationen</strong></span> Nierenfunktionsstörungen, dialysepflichtige Patienten, schwere Lebererkrankungen, Ileus<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Halbwertszeit</strong></span> 8 Stunden<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Tagesdosis</strong></span><strong> </strong> alle 2 Tage als subkutane Injektion (12 mg bei einem Körpergewicht von 60-120 kg)<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>EU-Zulassung</strong></span> 02.07.2008</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Methylnaltrexon</strong></span><br />
Methylnaltrexon ist indiziert bei Verstopfungen, die durch Opioide verursacht werden. Aufgrund seiner Quartärnisierung wirkt Methylnaltrexon nicht zentral sondern blockiert lediglich die µ-Rezeptoren am Darm, ohne die schmerzstillende Wirkung von Opioid-Analgetika zu beeinträchtigen.</p>
<div class="sexy-bookmarks sexy-bookmarks-expand sexy-bookmarks-center"><ul class="socials"><li class="sexy-delicious"><a  href="http://del.icio.us/post?url=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/methylnaltrexon-relistor%c2%ae/&#038;title=Methylnaltrexon+%28Relistor%C2%AE%29" rel="" class="external" title="Share this on del.icio.us">Share this on del.icio.us</a></li><li class="sexy-digg"><a  href="http://digg.com/submit?phase=2&#038;url=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/methylnaltrexon-relistor%c2%ae/&#038;title=Methylnaltrexon+%28Relistor%C2%AE%29" rel="" class="external" title="Digg this!">Digg this!</a></li><li class="sexy-reddit"><a  href="http://reddit.com/submit?url=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/methylnaltrexon-relistor%c2%ae/&#038;title=Methylnaltrexon+%28Relistor%C2%AE%29" rel="" class="external" title="Share this on Reddit">Share this on Reddit</a></li><li class="sexy-twitter"><a  href="http://twitter.com/home?status=Methylnaltrexon+%28Relistor%C2%AE%29+-+http://b2l.me/je72d+(via+@pxpfocus)" rel="" class="external" title="Tweet This!">Tweet This!</a></li><li class="sexy-linkedin"><a href="http://www.linkedin.com/shareArticle?mini=true&amp;url=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/methylnaltrexon-relistor%c2%ae/&amp;title=Methylnaltrexon+%28Relistor%C2%AE%29&amp;summary=Pr%C3%A4parat%20%20Relistor%C2%AE%0D%0AWirkstoffgruppe%20%28Laxans%29%0D%0AWirkmechanismus%20peripherer%20kompetitiver%20%C2%B5-Rezeptor-Antagonist%0D%0AIndikation%20durch%20Opioide%20ausgel%C3%B6ste%20Obstipation%20%28wenn%20andere%20Laxantien%20nicht%20ausreichen%29%0D%0ANebenwirkungen%20Abdominale%20Schmerzen%2C%20Schwindel%0D%0AInteraktionen%0D%0AKontraindikationen%20Nierenfunktion&amp;source=News &amp; Blog - PharmXplorer Focus" rel="" class="external" title="Share this on Linkedin">Share this on Linkedin</a></li><li class="sexy-google"><a  href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=add&#038;bkmk=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/methylnaltrexon-relistor%c2%ae/&#038;title=Methylnaltrexon+%28Relistor%C2%AE%29" rel="" class="external" title="Add this to Google Bookmarks">Add this to Google Bookmarks</a></li></ul><div style="clear:both;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fosaprepitant ( Ivemend®)</title>
		<link>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/fosaprepitant-ivemend%c2%ae/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 16:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kschweig</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alle]]></category>

		<category><![CDATA[Klinische Studien]]></category>

		<category><![CDATA[Neue Arzneistoffe]]></category>

		<category><![CDATA[PharmXplorer News]]></category>

		<category><![CDATA[Antiemetikum]]></category>

		<category><![CDATA[Neurokinin-1-Rezeptorantagonist]]></category>

		<category><![CDATA[Zytostatika induziertes Erbrechen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://focus-blog.pharmxplorer.at/?p=1462</guid>
		<description><![CDATA[Präparat Ivemend®
Wirkstoffgruppe Antiemetikum
Wirkmechanismus Neurokinin-1-Rezeptorantagonist
Indikation Zur Vorbeugung bei Zytostatika induziertem Erbrechen
Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Schwindel, Schluckauf, Appetitlosigkeit, Müdigkeit
Interaktionen
Kontraindikationen in Kombination mit Pimozid, Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid
Halbwertszeit 9-13 Stunden
Tagesdosis Therapieschema lt. Fachinformation
Applikationsform Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
EU-Zulassung 11.01.2008
Klinische Studien
Ivemend wird vor Beginn der Chemotherapie intravenös appliziert. Es muss mit anderen Antiemetika, in Kombination mit einem Kortikosteroid, sowie 5HT3-Antagonisten verabreicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/fosaprepitant.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1462" title="fosaprepitant"><img class="alignright size-medium wp-image-1463" title="fosaprepitant" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/fosaprepitant-450x381.jpg" alt="fosaprepitant" width="216" height="183" /></a>Präparat</strong></span> Ivemend®<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Wirkstoffgruppe</strong></span> Antiemetikum<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Wirkmechanismus</strong></span> Neurokinin-1-Rezeptorantagonist<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Indikation</strong></span> Zur Vorbeugung bei Zytostatika induziertem Erbrechen<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Nebenwirkungen</strong></span> Kopfschmerzen, Schwindel, Schluckauf, Appetitlosigkeit, Müdigkeit<br />
<span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Interaktionen</strong></span></span><br />
<span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Kontraindikationen</strong></span></span> in Kombination mit Pimozid, Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid<br />
<span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Halbwertszeit</strong></span></span> 9-13 Stunden<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Tagesdosis</strong></span> Therapieschema lt. Fachinformation<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Applikationsform</strong></span> Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>EU-Zulassung</strong></span> 11.01.2008<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Klinische Studien</strong></span></p>
<p>Ivemend wird vor Beginn der Chemotherapie intravenös appliziert. Es muss mit anderen Antiemetika, in Kombination mit einem Kortikosteroid, sowie 5HT3-Antagonisten verabreicht werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Indacaterol  (Onbrez Breezhaler®)</title>
		<link>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/indacaterol-onbrez-breezhaler%c2%ae/</link>
		<comments>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/indacaterol-onbrez-breezhaler%c2%ae/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 16:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kschweig</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alle]]></category>

		<category><![CDATA[Neue Arzneistoffe]]></category>

		<category><![CDATA[beta-2-Sympathomimetikum]]></category>

		<category><![CDATA[COPD]]></category>

		<category><![CDATA[COPD-Therapeutikum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://focus-blog.pharmxplorer.at/?p=1454</guid>
		<description><![CDATA[Präparat Onbrez Breezhaler®
Wirkstoffgruppe COPD-Therapeutikum
Wirkmechanismus  beta-2-Sympathomimetikum
Indikation COPD
Nebenwirkungen inhalationsbedingter Husten
Interaktionen Hemmstoffe von CYP 3A4 erhöhen den Blutspiegel von Indacaterol
Kontraindikationen
Halbwertszeit  40-52 Stunden
Tagesdosis 1 x täglich 150 µg inhalativ bis 300µg.
EU-Zulassung 30.11.2009
Klinische Studien
Info Indacaterol ist ein langwirksames beta-2-Sympathomimetikum, welches ausschließlich zur Behandlung der COPD zugelassen ist. Es wird täglich 1x inhaliert.
Share this on del.icio.usDigg this!Share this on [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/indacaterol.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1454" title="indacaterol"><img class="alignright size-medium wp-image-1455" title="indacaterol" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/indacaterol-450x361.jpg" alt="indacaterol" width="216" height="174" /></a>Präparat</strong></span> Onbrez Breezhaler®<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Wirkstoffgruppe</strong></span> COPD-Therapeutikum<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Wirkmechanismus </strong></span> beta-2-Sympathomimetikum<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Indikation</strong></span> COPD<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Nebenwirkungen</strong></span> inhalationsbedingter Husten<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Interaktionen</strong></span> Hemmstoffe von CYP 3A4 erhöhen den Blutspiegel von Indacaterol<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Kontraindikationen</strong></span><br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Halbwertszeit</strong></span><strong> </strong><strong> </strong>40-52 Stunden<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Tagesdosis</strong></span> 1 x täglich 150 µg inhalativ bis 300µg.<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>EU-Zulassung</strong></span> 30.11.2009<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Klinische Studien</strong></span><br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Info</strong></span> Indacaterol ist ein langwirksames beta-2-Sympathomimetikum, welches ausschließlich zur Behandlung der COPD zugelassen ist. Es wird täglich 1x inhaliert.</p>
<div class="sexy-bookmarks sexy-bookmarks-expand sexy-bookmarks-center"><ul class="socials"><li class="sexy-delicious"><a  href="http://del.icio.us/post?url=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/indacaterol-onbrez-breezhaler%c2%ae/&#038;title=Indacaterol++%28Onbrez+Breezhaler%C2%AE%29" rel="" class="external" title="Share this on del.icio.us">Share this on del.icio.us</a></li><li class="sexy-digg"><a  href="http://digg.com/submit?phase=2&#038;url=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/indacaterol-onbrez-breezhaler%c2%ae/&#038;title=Indacaterol++%28Onbrez+Breezhaler%C2%AE%29" rel="" class="external" title="Digg this!">Digg this!</a></li><li class="sexy-reddit"><a  href="http://reddit.com/submit?url=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/indacaterol-onbrez-breezhaler%c2%ae/&#038;title=Indacaterol++%28Onbrez+Breezhaler%C2%AE%29" rel="" class="external" title="Share this on Reddit">Share this on Reddit</a></li><li class="sexy-twitter"><a  href="http://twitter.com/home?status=Indacaterol++%28Onbrez+Breezhaler%C2%AE%29+-+http://b2l.me/h89y6+(via+@pxpfocus)" rel="" class="external" title="Tweet This!">Tweet This!</a></li><li class="sexy-linkedin"><a href="http://www.linkedin.com/shareArticle?mini=true&amp;url=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/indacaterol-onbrez-breezhaler%c2%ae/&amp;title=Indacaterol++%28Onbrez+Breezhaler%C2%AE%29&amp;summary=Pr%C3%A4parat%20Onbrez%20Breezhaler%C2%AE%0D%0AWirkstoffgruppe%20COPD-Therapeutikum%0D%0AWirkmechanismus%20%20beta-2-Sympathomimetikum%0D%0AIndikation%20COPD%0D%0ANebenwirkungen%20inhalationsbedingter%20Husten%0D%0AInteraktionen%20Hemmstoffe%20von%20CYP%203A4%20erh%C3%B6hen%20den%20Blutspiegel%20von%20Indacaterol%0D%0AKontraindikationen%0D%0AHalbwertszeit%20%2040-52%20Stunden%0D%0A&amp;source=News &amp; Blog - PharmXplorer Focus" rel="" class="external" title="Share this on Linkedin">Share this on Linkedin</a></li><li class="sexy-google"><a  href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=add&#038;bkmk=http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/indacaterol-onbrez-breezhaler%c2%ae/&#038;title=Indacaterol++%28Onbrez+Breezhaler%C2%AE%29" rel="" class="external" title="Add this to Google Bookmarks">Add this to Google Bookmarks</a></li></ul><div style="clear:both;"></div></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neramexane (NN®) - eine neue Therapieoption bei Tinnitus?</title>
		<link>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/neramexane-nn%c2%ae-eine-neue-therapieoption-bei-tinnitus/</link>
		<comments>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/neramexane-nn%c2%ae-eine-neue-therapieoption-bei-tinnitus/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 19:37:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehaas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alle]]></category>

		<category><![CDATA[Zukunftsorientierte Arzneistoffe]]></category>

		<category><![CDATA[nAChR-Antagonist]]></category>

		<category><![CDATA[NMDA-Antagonist]]></category>

		<category><![CDATA[Otologicum]]></category>

		<category><![CDATA[Tinnitus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://focus-blog.pharmxplorer.at/?p=1439</guid>
		<description><![CDATA[Neramexane, eine neue Substanz aus der Merz-Forschung, steht in klinischer Erprobung für die Behandlung von subjektivem Tinnitus. Es laufen zurzeit drei internationale Phase-III-Studien mit rund 1200 Patienten, deren Ergebnisse mit Ende 2010 erwartet werden.
Kurzinformation
Präparat NN®
Wirkstoffgruppe Otologicum
Wirkmechanismus dualer NMDA- und nAChR-Antagonismus
Indikation subjektiver Tinnitus
Dosierung 5 - 40 mg
Neramexane
Neramexane wirkt als Antagonist sowohl an NMDA-Rezeptoren als auch an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/neramexane.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1439" title="neramexane"><img class="alignright size-medium wp-image-1440" title="neramexane" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/neramexane-450x258.jpg" alt="neramexane" width="246" height="140" /></a>Neramexane, eine neue Substanz aus der Merz-Forschung, steht in klinischer Erprobung für die Behandlung von subjektivem Tinnitus. Es laufen zurzeit drei internationale Phase-III-Studien mit rund 1200 Patienten, deren Ergebnisse mit Ende 2010 erwartet werden.<span id="more-1439"></span></p>
<h3>Kurzinformation</h3>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Präparat</span></strong> NN<sup>®</sup></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Wirkstoffgruppe</span></strong> Otologicum</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Wirkmechanismus</span></strong> dualer NMDA- und nAChR-Antagonismus</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Indikation</span></strong> subjektiver Tinnitus</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Dosierung</span></strong> 5 - 40 mg</p>
<h3>Neramexane</h3>
<p>Neramexane wirkt als Antagonist sowohl an <strong>NMDA-Rezeptoren</strong> als auch an <strong>nACh-Rezeptoren</strong>, die beide nach heutigem Kenntnisstand am Krankheitsgeschehen des Tinnitus beteiligt sind. NMDA (N-Methyl-D-Aspartat)-Rezeptoren und nicotinische Acetylcholin-Rezeptoren bieten Ansatzpunkte für Arzneimittel zur Behandlung von Alzheimer, Morbus Parkinson, Schizophrenie, ADHS, Schmerz, Raucherentwöhnung und seit Neuem auch von chronischem TINNITUS.</p>
<p>Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, dass ein Einstrom von Calciumionen über den α9/10-Rezeptor an der Schädigung der Hörsinneszellen im Innenohr beteiligt ist.</p>
<p>Weiters ist bekannt, dass es im Zuge des Tinnitus zu einer massiven Glutamatausschüttung an den inneren Haarzellen und zur gesteigerten Expression von Glutamatrezeptoren kommt. Über den NMDA-Rezeptor kann es zu einem Calciumeinstrom in den Hörnerv in einem Ausmaß kommen, dass dieser geschädigt wird. Gleichzeitig aktivieren die Calciumionen den Hörnerv, der die Signale an das Gehirn weiterleitet, sodass Ohrgeräusche wahrgenommen werden.</p>
<p>In diese Vorgänge soll Neramexane als Antagonist der entsprechenden Rezeptoren eingreifen.</p>
<h3>Tinnitus</h3>
<p>Unter Tinnitus versteht man eine akustische Wahrnehmung durch eine Störung der Hörfunktion.</p>
<p>Man unterscheidet einen:</p>
<ul type="disc">
<li>Tinnitus      mit oder ohne Hörverlust</li>
<li>Akuten      (bis zu 3 Monaten), subakuten (bis zu 6 Monaten), chronischen (länger als      6 Monate) Tinnitus</li>
<li>Objektiven      und subjektiven Tinnitus  - während      beim objektiven T. eine innere Schallquelle (z.B. Strömungsgeräusche in      Blutgefäßen oder pulsierende Tumore) vorliegt, ist der subjektive T. vom untersuchenden Arzt nicht nachvollziehbar. Das Geräusch ist in einem Ohr, in      beiden Ohren oder im Kopf lokalisiert.</li>
</ul>
<p>Als Ursachen kommen in Frage:</p>
<ul type="disc">
<li>Mittelohrerkrankungen</li>
<li>Vaskulär      bedingte U.</li>
<li>Morbus      Menière</li>
<li>Zervikal      bedingte U. (z.B. HWS-Fehlstellung)</li>
<li>Traumen      (z.B. Knall, Explosionsgeräusch; Lautstärke mancher Musikinstrumente wie      Kontrabass, Flöte, Pauke - führt bei Orchestermusikern oft zu Problemen)</li>
<li>Tumore</li>
<li>Psychischer      Stress</li>
<li>Ototoxische      Medikamente
<ul type="circle">
<li>Aminoglykosid-Antibiotika       (Tobramycin - Tobrasix®; Netilmicin - Certomycin®; Amikacin - Biklin®; Gentamycin)</li>
<li>Schleifendiuretika       (Etacrynsäure; Furosemid - Furohexal®, Furon®; Bumetanid - Burinex®; Piretanid)</li>
<li>Zytostatika       (Cyclophosphamid - Endoxan®; Cisplatin)</li>
<li>Tuberkulastatika       (Streptomycin; Rifampicin - Eremfat®, Rifater®, Rifoldin®, Rimactan®; Capreomycin)</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3>Behandlung von Tinnitus</h3>
<p>Durch keine der heute verfügbaren Therapieoptionen konnten bisher eine nachhaltige Wirkung und Therapieerfolge erzielt werden.</p>
<p>Angewandt werden:</p>
<ul type="disc">
<li>Hydroxyethylstärkeinfusionen      (HES)</li>
<li>Infusionszusatz      Pentoxiphyllin (Trental<sup>®</sup>)</li>
<li>Vitamin      E und Vitamin A (Vasovitol<sup>®</sup>), Magnesium</li>
<li>Naftidofurylhydrogenoxalat (Dusodril<sup>®</sup>)</li>
<li>Cortisontherapie</li>
<li>Manualtherapie (HWS-Deblockierung)</li>
<li>Tinnitusmasker</li>
<li>Weitere Therapiemöglichkeiten sind unter anderem Akupunktur und      Psychotherapie</li>
</ul>
<h3>Quellen</h3>
<p>Schubert-Zsilavecz, M; Neue Arzneimittel 2009, Brennpunktseminar, Graz, 17.09.2009.</p>
<p>Walch, C.; Tinnitus - Diagnose und Therapiemöglichkeiten, Fortbildungsabend, Herba-Graz, 28.01.2010.</p>
<p>Borchard-Tuch, C.; Neramexane, Hoffnungsträger bei Tinnitus, Pharmazeutische Zeitung online (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31454).</p>
<p>Plazas PV, et al., Inhibition of the alpha9alpha10 nicotinic cholinergic receptor by neramexane, an open channel blocker of N-methyl-D-aspartate receptors, Eur J Pharmacol. 2007 Jul 2;566(1-3):11-9. Epub 2007 Mar 24.</p>
<p>http://www.merz.de/forschung_und_entwicklung/neramexane-tinnitus/</p>
<p>http://www.clinlife.de/tinnitus/news</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Dronedaron  (Multaq®)</title>
		<link>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/dronedaron-multaq%c2%ae/</link>
		<comments>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/03/dronedaron-multaq%c2%ae/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 18:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kschweig</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alle]]></category>

		<category><![CDATA[Neue Arzneistoffe]]></category>

		<category><![CDATA[ADONIS-Studie]]></category>

		<category><![CDATA[alpha- und beta-Blocker]]></category>

		<category><![CDATA[Antiarrhytmicum]]></category>

		<category><![CDATA[ERATO-Studie]]></category>

		<category><![CDATA[EURIDIS-Studie]]></category>

		<category><![CDATA[K-Antagonist]]></category>

		<category><![CDATA[Na- und Ca-Antagonist]]></category>

		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://focus-blog.pharmxplorer.at/?p=1432</guid>
		<description><![CDATA[Präparat Multaq®
Wirkstoffgruppe Antiarrhytmicum
Wirkmechanismus K-, Na- und Ca-Antagonist; nicht kompetitiver alpha- und beta-Blocker
Indikation Vorhofflimmern
Nebenwirkungen Übelkeit, Durchfall, Hautreaktionen, Bradykardie, QT-Verlängerung, Magen-Darm-Beschwerden
Interaktionen Vasodilatation und negative Inotropie an Koronarterien senken den Blutdruck und den myokardialen Sauerstoffverbrauch.
Kontraindikationen NHYA-III und NYHA-IV Patienten
Halbwertszeit 25 – 30 Stunden
Tagesdosis 2 x 400 mg
EU-Zulassung 26.11.2009
Klinische Studien ERATO-Studie (Efficacy and safety of dRonedArone for The cOntrol [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/dronedaron.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1432" title="dronedaron"><img class="alignright size-medium wp-image-1434" title="dronedaron" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/dronedaron-450x417.jpg" alt="dronedaron" width="216" height="200" /></a>Präparat </strong></span>Multaq®<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Wirkstoffgruppe </strong></span>Antiarrhytmicum<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Wirkmechanismus</strong></span> K-, Na- und Ca-Antagonist; nicht kompetitiver alpha- und beta-Blocker<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Indikation</strong></span> Vorhofflimmern<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Nebenwirkungen</strong></span> Übelkeit, Durchfall, Hautreaktionen, Bradykardie, QT-Verlängerung, Magen-Darm-Beschwerden<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Interaktionen</strong></span> Vasodilatation und negative Inotropie an Koronarterien senken den Blutdruck und den myokardialen Sauerstoffverbrauch.<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Kontraindikationen</strong></span> NHYA-III und NYHA-IV Patienten<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Halbwertszeit</strong></span> 25 – 30 Stunden<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Tagesdosis </strong></span>2 x 400 mg<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>EU-Zulassung </strong></span>26.11.2009<br />
<span style="text-decoration: underline;"><strong>Klinische Studien</strong></span> ERATO-Studie (Efficacy and safety of dRonedArone for The cOntrol of ventricular rate during atrial fibrillation)<br />
ADONIS-Studie (American-Australien-African trial with DronedarONe In atrial fibrillation or flutter patients for the maintenance of Sinus rhythm)<br />
EURIDIS-Studie (EURopean trial In atrial fibrillation or flutter patients receiving Dronedarone for the maIntenance of Sinus rhythm)</p>
<p style="text-align: center;"><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/strukturvergleich-dronedaron.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1432" title="strukturvergleich-dronedaron"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1435" title="strukturvergleich-dronedaron" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/strukturvergleich-dronedaron-450x184.jpg" alt="strukturvergleich-dronedaron" width="270" height="110" /></a></p>
<p>Dronedaron kann bei nicht permanenten Vorhofflimmern verwendet werden. Es ist weniger lipophil als Amiodaron und wird rascher eliminiert. Es lässt sich nicht in das klassische Schema der Antiarrhytmika einordnen.</p>
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		<title>Neuzulassungen</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 15:50:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kschweig</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Hier finden Sie die neu registrierten Arzneimittel seit 2008 incl, Wirkstoffgruppe, Wirkmechanismus und Indikationsgebiet. Die Liste wird laufend ergänzt und aktualisiert.
NEUZULASSUNGEN

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier finden Sie die neu registrierten Arzneimittel seit 2008 incl, Wirkstoffgruppe, Wirkmechanismus und Indikationsgebiet. Die Liste wird laufend ergänzt und aktualisiert.</p>
<p><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/neue-ast-am7.htm" target="_blank"><a href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/03/neue-ast-am.pdf" target="_blank">NEUZULASSUNGEN</a><br />
</a></p>
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		<title>Adaptogene Pflanzenextrakte: Stress und Stress induzierte Krankheiten</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 14:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kschweig</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Adaptogene Pflanzenextrakte wie Panax ginseng und Eleutherococcus senticosus unterstützen den Körper, sich einerseits effektiver an Stresssituationen anzupassen und&#8230;. lesen sie mehr auf PURE ENCAPSULATIONS® DOC News 1-2010

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			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 11px; line-height: 14px;">Adaptogene Pflanzenextrakte wie Panax ginseng und Eleutherococcus senticosus unterstützen den Körper, sich einerseits effektiver an Stresssituationen anzupassen und&#8230;. lesen sie mehr auf </span><span style="font-size: 11px; line-height: 14px;"><a  href="http://www.purecaps.net/at/newsletter/doc/doc_news_1002.php" target="_blank"><strong>PURE ENCAPSULATIONS<sup>®</sup> DOC News 1-2010</strong></a><br />
</span></p>
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		<title>Odanacatib – gegen die gefürchteten Knochenmetastasen</title>
		<link>http://focus-blog.pharmxplorer.at/2010/02/odanacatib-%e2%80%93-gegen-die-gefurchteten-knochenmetastasen/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 09:25:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kschweig</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Zukunftsorientierte Arzneistoffe]]></category>

		<category><![CDATA[Brustkrebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Anwendung: Osteoporose, Knochenmetastasenprophylaxe bei Brust- und Prostatakrebs; Kathepsin-K-Inhibitor
Wenn Brustkrebszellen durch die Lymphgefäße oder über das Blut in andere Organe wandern und sich dort vermehren, bilden sich Metastasen. Brustkrebszellen können sich in fast allen Organen im Körper vermehren. Besonders häufig findet man sie im Skelett. Der Grund liegt darin, dass Knochen sehr gut durchblutet sind und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/02/odanacatatib.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1401" title="odanacatatib"><img class="alignright size-medium wp-image-1402" title="odanacatatib" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/02/odanacatatib-450x370.jpg" alt="odanacatatib" width="216" height="178" /></a>Anwendung:</strong> Osteoporose, Knochenmetastasenprophylaxe bei Brust- und Prostatakrebs; Kathepsin-K-Inhibitor</p>
<p>Wenn Brustkrebszellen durch die Lymphgefäße oder über das Blut in andere Organe wandern und sich dort vermehren, bilden sich Metastasen. Brustkrebszellen können sich in fast allen Organen im Körper vermehren. Besonders häufig findet man sie im Skelett. Der Grund liegt darin, dass Knochen sehr gut durchblutet sind und eben deshalb einzelne Tumorzellen sehr leicht dorthin gelangen können. Zudem ist das Mikromilieu, also beispielsweise das Angebot an Nährstoffen im Knochen, ein fruchtbarer Boden für das Wachstum menschlicher Krebszellen. Am häufigsten werden die Wirbelkörper befallen, dann in absteigender Häufigkeit Oberschenkelknochen, Becken, Rippen, Brustbein, Schädel und Oberarmknochen.<br />
Zu den häufigsten Symptomen von Knochenmetastasen gehören Schmerzen. Die Krebszellen verändern die Struktur des Knochens und beeinträchtigen seine Stabilität, so dass die Gefahr von Brüchen deutlich steigt. Breiten sich Metastasen im Bereich der Wirbelsäule aus, können sie auch das Rückenmark beschädigen und zu Lähmungen führen. Auch für Prostatakrebs-Patienten ist das Risiko, an Knochenmetastasen zu erkranken, groß. Etwa 20% der Betroffenen haben bereits zum Zeitpunkt der Erstdiagnose Metastasen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium erhöht sich die Zahl auf rund 70%. Tatsächlich zeigten Studien, dass Metastasen die wichtigste Todesursache von Betroffenen mit Prostatakrebs sind. Ein Weg, der Knochenmetastasierung vorzubeugen liegt künftig möglicherweise in der Hemmung des Enzyms Kathepsin-K. Der neue Wirkstoff Odanacatib blockiert<span id="more-1401"></span> hoch selektiv dieses Enzym, das eine wichtige Rolle beim Abbau der Proteine im Knochen spielt. Bei Krebserkrankungen, die in die Knochen metastasiert haben, beschleunigen die Tumorzellen den normalen Prozess des Knochenabbaus und -aufbaus, und dies führt wiederum zu weiterem Tumorwachstum und Knochenverlust. Durch die Hemmung der Kathepsin-K-Aktivität stellt Odanacatib einen potenziellen neuen Therapieansatz für metastatischen Knochenbefall dar, der sich in seinem Wirkprinzip von anderen häufig eingesetzten Substanzen unterscheidet. Bereits in einer Phase II Studie führte die Behandlung mit einmal täglich oral verabreichtem Odanacatib 5 mg (n=29) nach vier Wochen zu einer Senkung des N-Telopeptid-Werts im Urin (uNTx), einem häufig verwendeten Marker für die Knochenresorption, um 77 Prozent im Vergleich zu den Ausgangswerten. Diese Ergebnisse waren bereits am siebten Tag, dem ersten Messzeitpunkt, feststellbar. Zusätzlich wurde unter Odanacatib eine Reduktion weiterer Knochenumsatzmarker beobachtet, darunter der Knochenresorptionsmarker Deoxypyridinolin im Urin (uDPD) und die knochenspezifische alkalische Phosphatase im Serum (sBSAP), ein Marker der Knochenbildung. Auf der Grundlage der Ergebnisse werden nun größere Phase III-Studien geplant, in der Odanacatib, 5 mg einmal täglich, bei Patienten mit Brust- oder Prostatakrebs untersucht werden soll.<br />
Weiters zeigten die Ergebnisse einer Phase-IIb Studie zur Osteoporoseprävention mit 399 Frauen ein sehr ermutigendes Resultat. Alle Studienteilnehmerinnen hatten eine geringe Knochendichte (T-Score zwischen -2,0 und -3,5). Innerhalb der zweijährigen Studiendauer nahm bei allen Frauen in der Verumgruppe die Knochendichte zu und zwar bei allen drei Dosierungen (10, 25 und 50 mg einmal pro Woche). In der Placebogruppe sank die Knochendichte. Alle Teilnehmerinnen erhielten zusätzlich Kalzium und Vitamin D. Bei den 58 Frauen mit 50 mg/Woche Odanacatib stieg die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule um 5,5 Prozent, mit Placebo nahm sie um 0,2 Prozent ab. Auch an der Hüfte wurde eine Zunahme der Knochendichte festgestellt und zwar um 3,2 Prozent - versus minus 0,9 Prozent mit Placebo. Derzeit laufen Phase-III Studien, mit einer Zulassung kann in etwa zwei Jahren gerechnet werden.</p>
<p><strong>Hersteller:</strong> Merck, Sharp &amp; Dome.</p>
<p><strong>Quellen:</strong> http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2647; http://www.prous.com/molecules/default.asp?ID=172; http://www.medicalnewstoday.com/articles/164018.php.</p>
<h4 style="text-align: left;">Autor:</h4>
<p>Ao. Univ.-Prof., Dr. rer. nat., Mag. pharm. Helmut Spreitzer</p>
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		<title>Olaparib – Hoffnung für austherapierte Krebspatientinnen</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 09:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kschweig</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Zytostatikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Anwendung: Brust-, Eierstock- und Prostatakarzinom
Etwa jede zehnte Frau in den Industrieländern ist von Brustkrebs betroffen. In etwa 5 bis 10% aller Fälle von Brustkrebs liegt ein Defekt der Gene BRCA-1 oder BRCA-2 der Krebserkrankung zu Grunde. Frauen, die Trägerinnen eines mutierten BRCA-1 oder BRCA-2 Gens sind, erkranken mit etwa 80%iger Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs. Eine Mutation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a  href="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/02/olaparid2.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-1395" title="olaparid2"><img class="alignright size-medium wp-image-1399" title="olaparid2" src="http://focus-blog.pharmxplorer.at/wp-content/uploads/2010/02/olaparid2-450x372.jpg" alt="olaparid2" width="216" height="178" /></a>Anwendung:</strong> Brust-, Eierstock- und Prostatakarzinom</p>
<p>Etwa jede zehnte Frau in den Industrieländern ist von Brustkrebs betroffen. In etwa 5 bis 10% aller Fälle von Brustkrebs liegt ein Defekt der Gene BRCA-1 oder BRCA-2 der Krebserkrankung zu Grunde. Frauen, die Trägerinnen eines mutierten BRCA-1 oder BRCA-2 Gens sind, erkranken mit etwa 80%iger Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs. Eine Mutation in diesen Genen führt außerdem zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, an Eierstockkrebs zu erkranken. Nach Entdeckung der Gene BRCA-1 und BRCA-2 war zunächst die Hoffnung auf neue, zielgerichtete Therapien groß, was sich allerdings bislang leider nicht realisieren ließ. Frauen mit mutierten BRCA-1 bzw. BRCA-2-Genen stellen sich daher oft vor die tragische Entscheidung gestellt, ob sie sich Brüste oder Eierstöcke operativ entfernen lassen sollen, um dem Krebs zuvorzukommen. Ein innovativer Ansatz zielt auf das Enzym PARP-1 (Polyadenosine 5’-diphosphoribose Polymerase). Dieses Enzym repariert normalerweise DNA-Einzelstrangbrüche, die durchaus häufig vorkommen. Nicht reparierte <span id="more-1395"></span>DNA-Einzelstrangbrüche sind für die Zellen normalerweise nicht besonders schädlich. So können zwar bei der DNA-Replikation diese Brüche beim Kopiervorgang Störungen und Schäden an der DNA hervorrufen, sie werden aber in der Regel durch Rekombination unter Beteiligung der BRCA-1 und BRCA-2 Proteine wiederum repariert. Entscheidend ist jedoch, dass Zellen mit mutierten BRCA-1 bzw. BRCA-2 Genen nicht zur Rekombination befähigt und deshalb sehr viel empfindlicher gegenüber einer erhöhten Anzahl von nicht reparierten Einzelstrangbrüchen sind. Die normalen Zellen von Frauen, die Trägerinnen der BRCA-1 bzw. BRCA-2 Mutation sind, sind noch immer zur Rekombination in der Lage, da sie nach wie vor über ein funktionierendes Allel – die alternative Form – dieses Gens verfügen. Nur Zellen, die das verbleibende funktionierende Allel des BRCA-1 bzw. BRCA-2 Gens verlieren, entwickeln sich zu Tumoren. Deshalb weisen auch nur die Tumorzellen einen nicht funktionierenden Rekombinationspfad auf und sind zur Reparatur von Einzelstrangbrüchen vor Replikation der DNA vollständig auf das PARP-Enzym als Reparaturenzym angewiesen. Mit Olaparib ist eine zielgerichtete Therapie nun insoferne möglich, als mit der PARP-1 Blockade die letzte Reparaturmöglichkeit für diese Zellen unterbunden wird. Olaparib wurde am Institute of Cancer Research in London  an 19 Patienten mit Krebserkrankungen an Eierstöcken, Brust oder Prostata getestet. Alle Krebspatientienten waren Träger von BRCA-Mutationen und alle waren austherapiert, das heißt, frühere Therapien hatten das Tumorwachstum nicht mehr begrenzen können. Bei zwölf der 19 Patienten kam es zu einer Stabilisierung des Tumors, bei neun der zwölf Patienten sogar zu einer Tumorverkleinerung, die bei einem der ersten Patienten mittlerweile 76 Wochen anhält. Sechs Patientinnen mit Ovarialkarzinom verzeichneten einen Rückgang des Tumormarkers CA-125 um mehr als 50 Prozent. Bei Patienten ohne BRCA-Mutationen zeigte Olaparib erwartungsgemäß dagegen niemals eine Wirkung. Sollten sich die Ergebnisse reproduzieren lassen, kämen sie zunächst für jene etwa 5 – 10% der Patientinnen mit Mammakarzinom oder Ovarialkarzinomen infrage, deren Tumor durch BRCA1- oder 2-Mutationen ausgelöst werden. Der Anteil beim Prostatakarzinom wird auf ein bis zwei Prozent der „Early Onset”-Tumoren geschätzt. Die Patienten beschrieben die Therapie als wesentlich verträglicher als die früheren Chemotherapien. Dies sind zwar sehr hoffnungsvolle Ergebnisse, es muss allerdings betont werden, dass Tumoren mit BRCA-1 und BRCA-2 Schäden sich durch ein hohes Maß an genetischer Instabilität auszeichnen und eine erhöhte Resistenzbereitschaft gegen PARP-Inhibitoren nicht unwahrscheinlich ist. Daher erscheint noch ein weiterer Ansatzpunkt sehr realistisch, nämlich die prophylaktische Behandlung von Frauen mit mutierten BRCA-Genen. Der Grund für diesen Prophylaxe-Ansatz liegt in der Tatsache, dass auch Zellen, die das funktionierende BRCA-1 bzw. BRCA-2 Allel erst kürzlich verloren haben und sich später zu Tumoren entwickeln würden, mit PARP-Blockade an der Rekombination gehindert würden. Man kann somit begründet davon ausgehen, dass die Krebszellen im Frühstadium sensibel auf PARP-Inhibitoren reagieren würden und anders als voll ausgebildete Tumoren dürften sie keine Resistenz gegen PARP-Inhibitoren ausbilden. Während die Zulassung zur Krebstherapie nach Abschluss der Zulassungsstudien erwartet werden kann, liegt die längerdauernde prophylaktische Einnahme eines PARP-Inhibitors bei einer Person, die zwar Trägerin ein BRAC-Mutante, aber letztlich gesund ist, noch in der Ferne. Da aber neben Olaparib derzeit eine Reihe von Verbindungen mit gleichem Mechanismus entwickelt wird, ist anzunehmen, dass auf diesem Gebiet demnächst weitere Fortschritte zu erwarten sind.</p>
<p><strong>Hersteller: </strong>AstraZeneca.<br />
<strong>Quellen:</strong> http://www.pressetext.at/news/090625007/alternative-krebsbehandlung-erfolgreich-getestet/; http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37107/Synthetische_Letalitaet_Neuer_Ansatz_bei_BRAC1_2-Karzinomen.htm;<br />
http://www.project-syndicate.org/commentary/helleday1/German.</p>
<h4 style="text-align: left;">Autor:</h4>
<p>Ao. Univ.-Prof., Dr. rer. nat., Mag. pharm. Helmut Spreitzer</p>
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