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Odanacatib – gegen die gefürchteten Knochenmetastasen
28.02.2010, von kschweig Noch keine Kommentare

odanacatatibAnwendung: Osteoporose, Knochenmetastasenprophylaxe bei Brust- und Prostatakrebs; Kathepsin-K-Inhibitor

Wenn Brustkrebszellen durch die Lymphgefäße oder über das Blut in andere Organe wandern und sich dort vermehren, bilden sich Metastasen. Brustkrebszellen können sich in fast allen Organen im Körper vermehren. Besonders häufig findet man sie im Skelett. Der Grund liegt darin, dass Knochen sehr gut durchblutet sind und eben deshalb einzelne Tumorzellen sehr leicht dorthin gelangen können. Zudem ist das Mikromilieu, also beispielsweise das Angebot an Nährstoffen im Knochen, ein fruchtbarer Boden für das Wachstum menschlicher Krebszellen. Am häufigsten werden die Wirbelkörper befallen, dann in absteigender Häufigkeit Oberschenkelknochen, Becken, Rippen, Brustbein, Schädel und Oberarmknochen.
Zu den häufigsten Symptomen von Knochenmetastasen gehören Schmerzen. Die Krebszellen verändern die Struktur des Knochens und beeinträchtigen seine Stabilität, so dass die Gefahr von Brüchen deutlich steigt. Breiten sich Metastasen im Bereich der Wirbelsäule aus, können sie auch das Rückenmark beschädigen und zu Lähmungen führen. Auch für Prostatakrebs-Patienten ist das Risiko, an Knochenmetastasen zu erkranken, groß. Etwa 20% der Betroffenen haben bereits zum Zeitpunkt der Erstdiagnose Metastasen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium erhöht sich die Zahl auf rund 70%. Tatsächlich zeigten Studien, dass Metastasen die wichtigste Todesursache von Betroffenen mit Prostatakrebs sind. Ein Weg, der Knochenmetastasierung vorzubeugen liegt künftig möglicherweise in der Hemmung des Enzyms Kathepsin-K. Der neue Wirkstoff Odanacatib blockiert » Weiterlesen …