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Inkretin-Mimetika (GLP-1-Analoga)
09.02.2010, von kschweig 1 Kommentar

hm06b013-titel1Als Inkretin-Mimetika werden Arzneistoffe bezeichnet, die glukoseabhängig wie das natürlich vorkommende Inkretin-Hormon GLP-1 den Blutzuckerspiegel normalisieren. Derzeit werden folgende Arzneistoffe verwendet bzw. sind in klinischer Prüfung:

  • GLP-1  (kann nur parenteral appliziert werden)
  • Liraglutid
  • Exenatid

Wird Glucose oral verabreicht, so ist die Insulin-Sekretion wesentlich höher als bei einer intravenösen Glucose-Infusion. Dieser Effekt wird als Inkretin-Effekt bezeichnet. Inkretine sind Darmhormone, die im Dünndarm gebildet werden und nach Nahrungsaufnahme ins Blut abgegeben werden, um schließlich aus den B-Zellen des Pankreas Insulin bedarfsgerecht freizusetzen. Bislang kennt man 2 „Inkretin-Hormone“:

  • GIP    Gastrisches inhibitorisches Peptid
  • GLP-1    Glukagon-like-peptid » Weiterlesen …

Liraglutid (Victoza®) - ein neues Antidiabetikum
05.02.2010, von ehaas 5 Kommentare

liraglutidLiraglutid ist eine Weiterentwicklung von Exendin-4, ein Protein, das aus dem Speichel der Krustenechse Heloderma suspectum isoliert wurde und wegen seiner kurzen Halbwertszeit therapeutisch nicht einsetzbar war. Mit Victoza® ist es nun möglich mit einer einmaligen Injektion pro Tag zu einem beliebigen Zeitpunkt den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. » Weiterlesen …

Linagliptin – ein neuer DPP-4 Hemmer
29.12.2009, von kschweig 1 Kommentar

Anwendung: Typ-2 Diabetes

linagliptinMit der Entdeckung und der medikamentösen Beeinflussung des Inkretinsystems wurde in den letzten Jahren ein gänzlich neues Kapitel bei der Behandlung von Typ 2 Diabetes aufgeschlagen. Als Inkretine bezeichnet man Hormone, die bei Nahrungsaufnahme im Darm gebildet und freigesetzt werden und neben dem Blutzuckerspiegel auch noch eine Reihe anderer physiologischer Abläufe steuern. Auch wenn es schon früher Indizien für die Existenz dieses Systems gab, gelang es erst in den 60er Jahren eindeutig zu belegen, dass die Plasmainsulinspiegel bei oral verabreichter Glukose deutlich höher anstiegen, als wenn man die gleiche Menge intravenös appliziert (sog. Inkretineffekt). Die betreffenden Hormone, » Weiterlesen …

Diabetes mellitus : Therapie mit Depot-Exenatid
24.02.2009, von kschweig Noch keine Kommentare

Das Inkretinmimetikum Exenatid (Byetta) wird bei der Therapie des Diabetes mellitus 2 mal täglich s.c. injiziert.  Das ist im Vergleich auf die tägliche Injektion gegenüber einer  Insulintherapie nicht besonders attraktiv. Deshalb wurde jetzt ein Exenatid-Depot-Präparat entwickelt, welches nur einmal wöchentlich injiziert werden muss. Dabei wurden folgende Erkenntnise gewonnen. » Weiterlesen …