
Präparat Sativex®
Wirkstoffgruppe Cannabinoide
Wirkmechanismus CB1- und CB2-Agonisten, Regulatoren exzitatorischer Neurotransmitter (Glutamat).
Anwendung Spray für die Mundhöhle
Indikation Spastik bei Multipler Sklerose
Nebenwirkungen psychische Störungen (Benommenheit, Aufmerksamkeitsstörungen, Somnolenz), Gleichgewichtsstörungen
Interaktionen gleichzeitige Gabe von sedierenden Arzneimitteln (Reduktion der Muskelkraft: Sturzgefahr)
Tagesdosis max. 12 Spühstöße : 1 Sprühstoß = 2,7 mg THC + 2,5 mg CBD.
EU-Zulassung 1. Juli 2011 (BRD)
Für sehr viele PatientInnen, die an Multipler Sklerose leiden, stellt die Spastik ein großes Problem dar. Hierbei kommt es zu einer intermittierenden oder anhaltenden schmerzhaften Erhöhung des Muskeltonus. Mit Sativex steht nun erstmals ein Cannabinoid zur Behandlung der Spastik bei diesen MS-PatientInnen angewendet werden darf, die auf andere Arzneimittel (Baclofen, Tizanidin) nicht ansprechen.
Literatur
http://www.thisislincolnshire.co.uk/Cannabis-based-MS-drug-rejected-NHS-Lincolnshire/story-12801496-detail/story.html
http://msj.sagepub.com/content/10/4/434
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/35804/Cannabis-Medikament_lindert_Spastizitaet_bei_multipler_Sklerose.htm
Tags: Cannabidiol, Cannabinoide, CB1-Agonist, CB2-Agonist, CBD, Glutamat, Multiple Sklerose, Schmerzen, Spastik, Tetrahydrocannabinol, THC |
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Präparat Gilenya®
Wirkstoffgruppe Immunsuppressivum
Wirkmechanismus S1P1-Modulator
Indikation Multiple Sklerose
Nebenwirkungen Herzrhythmusstörungen, Makulaödeme, Rücken- Kopfschmerzen
Interaktionen Komedikation mit CYP-3A4-Hemmstoffen (z.B.:Azol-Antimykotika),
Antiarrhytmika Klasse IA und III
Kontraindikationen Immungeschwächte PatientInnen mit schweren Infektionen
Halbwertszeit 6-9 Tage
Tagesdosis 0,5 mg per os
Bioverfügbarkeit 93 %
EU-Zulassung 17.3.2011
Ursache der Multiplen Sklerose (MS) sind fehlgeleitete Lymphozyten, die im Zentralnervensystem die Myelinscheide zerstören und so die typischen entzündlichen Prozesse auslösen. Fingolimod wird durch das Enzym Sphingosin-Kinase-2 zu Fingolimod-Phosphat metabolisiert. Fingolimod-Phosphat fungiert als S1P-Rezeptormodulator, als funktioneller Antagonist von S1P-Rezeptoren auf T-Lymphozyten. In der Folge wird der Rezeptor abgebaut: Dadurch werden die Lymphozyten daran gehindert, aus dem lymphatischen Gewebe ins Blut auszuwandern.
In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass Fingolimod bei schubförmig remittierender MS die Schubrate um 54 % mindert.
Wegen seiner Nebenwirkungen ist Fingolimod im EU-Raum nur zur Zweittherapie zugelassen.
Fingolimod zeigt strukturelle Ähnlichkeit mit dem natürlichen Wirkstoff Myriocin aus dem Pilz Isaria sinclairii. Myriocin ist ein Hemmstoff der Serin-Palmitoyl-Transferase, die beim ersten Schritt der Sphingosin-Biosynthese beteiligt ist. Sphingosin ist Bestandteil der Sphingolipide, die zu den Membranlipiden zählen.
Literatur
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/medicines/human/medicines/002202/human_med_001433.jsp&murl=menus/medicines/medicines.jsp&mid=WC0b01ac058001d124
Kappos, L. et al. New Engl. J. Med. 2010; 362: 387-401
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44406/Multiple_Sklerose_Fingolimod_auch_in_Europa_zugelassen.htm
Tags: Immunsuppressivum, Isaria sinclairii, Lymphozyten, Multiple Sklerose, Myriocin, S1P-Rezeptoren, S1P1-Modulator, schubförmig remittierender MS, Serin-Palmitoyl-Transferase, Sphingolipide, Sphingosin-Kinase-2, T-Lymphozyten |
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Extavia wird zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit multipler Sklerose (MS) angewandt, einer Erkrankung der Nerven, bei der eine Entzündung die Schutzhülle um die Nerven zerstört.
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Tags: Interferon beta-1b, Multiple Sklerose |
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Anwendung: Multiple Sklerose
Mit Fampridin kommt eine altbekannte, einfache Struktur demnächst auf den Arzneimittelmarkt, die nach neuesten Ergebnissen von zwei Phase III Studien die Gehfähigkeit MS-Erkrankter signifikant verbessern kann. Ein oftmals zunehmender Verlust an Mobilität ist ja ein Hauptmerkmal von MS. Für die Betroffenen gibt es neben der Physiotherapie bisher nur wenige therapeutische Möglichkeiten. Hinweisen zufolge könnte die Behandlung von MS-Patienten mit Fampridin deren visuelle Funktionen wie auch Kraftentfaltung, Gehfähigkeiten, Erschöpfungszustände und Ausdauer verbessern. Grundsätzlich handelt es sich bei Fampridin um einen oral verfügbaren Kaliumkanalblocker. Die selektive Blockade der Kaliumkanäle von Nervenzellen bewirkt eine Verlängerung der Aktionspotentiale. Fampridin ist somit ein neuronaler Kaliumkanalhemmer, der die elektrische Signalleitung in demyelinisierten Nervenbahnen verstärkt und dadurch die bei MS auftretenden Symptome wie Muskelschwäche verbessern soll. » Weiterlesen …
Tags: Gehfähigkeit, Kaliumkanalblocker, MS-Erkrankung, Multiple Sklerose |
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Die Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin werden in der Orthomolekularen Medizin bei Depressionen, Parkinsonismus und zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Weiters verspricht man sich positive Effekte bei Morbus Alzheimer, Drogenentzugstherapien, Multipler Sklerose, Schilddrüsenerkrankungen und bei Vitiligo (Weißfleckenkrankheit). » Weiterlesen …
Tags: Aminosäure, Depressionen, Melanin, Mikronährstoff, Morbus Alzheimer, Multiple Sklerose, Orthomolekulare Medizin, Parkinson, Schilddrüsenerkrankung, Schmerzen, Vitiligo |
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